„Bastion 36“ ist ein Netflix-Film mit Victor Belmondo, Tewfik Jallab, Yvan Attal unter der Regie von Olivier Marchal.
Heute erscheint ein französischer Thriller von der Sorte, die, ohne übermäßige Spuren zu hinterlassen, dem Publikum immer gefällt: eine Polizeigeschichte mit einer guten Handlung, guter Entwicklung und Charakteren mit Hintergrund.
Unter der Regie von Olivier Marchal bietet „Bastion 36“ einen rohen und intensiven Blick in die Welt der Pariser Ordnungskräfte. Marchal, bekannt für seine schonungslosen Polizeithriller wie „Overdose“ und „36th Precinct“, ist kein Fremder in der Erforschung der dunklen Winkel der Polizeiarbeit. Mit „Bastion 36“ adaptiert er Michel Tourschers Roman „Flic Requiem“ für die Leinwand und schafft eine Erzählung, die tief in die Komplexitäten und moralischen Zweideutigkeiten der modernen Polizeiarbeit eintaucht.
Handlung
Die Geschichte folgt Antoine Cerda, einem hochrangigen Polizisten, gespielt von Victor Belmondo, dem Enkel des legendären Jean-Paul Belmondo. Cerda wird nach einer Sanktion durch die Generalinspektion zur Kriminalitätsbekämpfungsbrigade versetzt. Diese Versetzung bereitet den Boden für eine spannende und faszinierende Handlung, in der Cerda seiner ehemaligen Einheit den Rücken kehrt, die vom charismatischen Sami Belkaïm (Tewfik Jallab) geleitet wird.
Die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung, als zwei Beamte aus Cerdas ehemaliger Einheit innerhalb von 24 Stunden ermordet werden und ein dritter auf mysteriöse Weise verschwindet. Angetrieben von Pflichtgefühl und vielleicht einem Hauch von Schuld, beginnt Cerda seine eigene Untersuchung und deckt dabei ein Netz intensiver polizeilicher Rivalitäten und Korruption auf, das droht, ihn zu verschlingen.
Die Schauspieler
Neben Belmondo und Jallab ist Yvan Attal zu sehen, bekannt für seine Rollen in internationalen Produktionen und seine Synchronarbeit für Hollywood-Stars. Juliette Dol und Soufiane Guerrab, bekannt aus der Netflix-Serie „Lupin“, vervollständigen die Besetzung mit vielversprechenden Auftritten, die dieser komplexen Geschichte Tiefe und Nuancen verleihen werden.
Marchals Erfolgsbilanz mit Netflix ist ein gutes Omen für „Bastion 36“. Seine früheren Kooperationen, darunter „Rogue City“ und die Serie „Blood Coast“, waren außerordentlich erfolgreich, besonders in den europäischen Märkten. „Rogue City“ schaffte es in 70 Ländern in die Top 10, während „Blood Coast“ drei Wochen lang in den weltweiten Top 10 blieb und beeindruckende 59,1 Millionen Sehstunden sammelte.
Über den Film
„Bastion 36“ konzentriert sich auf unvollkommene Helden und moralische Zweideutigkeit und bietet eine andere Sichtweise auf den klassischen Polizeithriller, wenn auch in der Linie anderer jüngster Erfolge des französischen Thrillers.
Erfindet er das Kino oder den Thriller neu? Nein, keineswegs, aber „Bastion 36“ weiß, was es erzählen muss und hat ein klares Verständnis dafür, was funktioniert und was nicht. Er versteht es, die Charaktere sehr gut zu zeichnen und die Balance zwischen Licht und Dunkelheit zu halten, sich auf die moralische Zweideutigkeit der Charaktere und ihre Psyche zu konzentrieren.
„Bastion 36“ ist kein Hollywood-Actionfilm, es ist eine viel ausgefeiltere Geschichte auf Drehbuchebene und zwingt sich nicht, uns spektakuläre Actionszenen oder große Momente voller CGI zu bieten: Hier zählen die Charaktere, ihre Tragödien und ihre Geschichten.
„Bastion 36“ ist ein dunkler Thriller über Polizeiarbeit und moralische Zweideutigkeit. Unterhaltsam, solide und gut konstruiert.
Ganz in der Linie der jüngsten Erfolge des französischen Thrillers.
Wo kann man „Bastion 36“ sehen?