Kunst

MoMA kündigt fokussierte Kahlo- und Rivera-Ausstellung in New York im Dialog mit der Metropolitan Opera an

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York kündigt die Ausstellung 'Frida and Diego: The Last Dream' an, die das künstlerische Vermächtnis von Frida Kahlo und Diego Rivera beleuchtet.
Lisbeth Thalberg

Das Museum of Modern Art hat die Organisation von Frida and Diego: The Last Dream bekannt gegeben, einer fokussierten Ausstellung, die das künstlerische Vermächtnis von Frida Kahlo und Diego Rivera beleuchtet. Die Präsentation schöpft ausschließlich aus den bestehenden Beständen des Museums und zielt darauf ab, die Beziehung zwischen diesen beiden Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts durch eine in enger Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera konzipierte Szenografie neu zu kontextualisieren.

Die Ausstellung zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, der Szenografie und Kunstgeschichte miteinander verbindet. Das MoMA hat Jon Bausor, den Bühnenbildner und Kostümbildner der Oper El Último Sueño de Frida y Diego, mit der Entwicklung einer immersiven Umgebung für die Installation beauftragt. Bausors Gestaltung soll die narrative Atmosphäre der Bühnenproduktion in den Galerieraum übertragen und ein „jenseitiges Ambiente“ schaffen, das einen neuen Rahmen für die Betrachtung der Werke von Kahlo und Rivera bietet.

Frida Kahlo. My Grandparents
Frida Kahlo. My Grandparents, My Parents, and I. Oil and tempera on zinc. The Museum of Modern Art, New York. Gift of Allan Roos, M. D., and B. Mathieu Roos. © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Artists Rights Society (ARS), New York. Photo: Jonathan Muzikar

Der kuratorische Fokus liegt auf zentralen Beständen des Departements für Malerei und Skulptur. Die Installation umfasst fünf Gemälde und eine Zeichnung von Kahlo, darunter so bedeutende Werke wie Self-Portrait with Cropped Hair und Fulang-Chang and I. Diese werden mehr als einem Dutzend Arbeiten von Rivera gegenübergestellt, insbesondere Flower Festival: Feast of Santa Anita und Agrarian Leader Zapata. Um den historischen Kontext zu vertiefen, zeigt die Ausstellung zudem fotografische Porträts des Paares, aufgenommen von renommierten Fotografen wie Lola Álvarez Bravo und Leo Matiz.

Die thematische Architektur der Ausstellung ist vom narrativen Bogen der zugehörigen Oper El Último Sueño de Frida y Diego inspiriert. Das Werk, komponiert von der Grammy-Preisträgerin Gabriela Lena Frank mit einem Libretto des Pulitzer-Preisträgers Nilo Cruz, spielt während des Tages der Toten. Die Handlung folgt einem alternden Rivera, der Kahlo heraufbeschwört und so eine mythische Erkundung ihrer turbulenten kreativen Partnerschaft ermöglicht. Die Präsentation im Museum zielt darauf ab, diesen Dialog widerzuspiegeln und zu beleuchten, wie ihr Schaffen weiterhin über verschiedene künstlerische Disziplinen hinweg Resonanz findet.

Die Ausstellung wird von Beverly Adams, der Estrellita Brodsky Kuratorin für lateinamerikanische Kunst, in Zusammenarbeit mit Jon Bausor organisiert. Zum kuratorischen Team gehören zudem Caitlin Chaisson und Rachel Remick, kuratorische Assistentinnen im Departement für Malerei und Skulptur.

Frida and Diego: The Last Dream ist vom 29. März bis zum 12. September 2026 im Museum of Modern Art zu sehen. Die Produktion der Metropolitan Opera unter der Regie von Deborah Colker feiert am 14. Mai Premiere und wird bis zum 5. Juni 2026 aufgeführt.

Diego Rivera
Diego Rivera. Agrarian Leader Zapata. Fresco on reinforced cement in galvanized-steel framework. The Museum of Modern Art, New York. Abby Aldrich Rockefeller Fund. © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Artists Rights Society (ARS), New York. Photo: John Wronn

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