Kunst

The Current in Stowe präsentiert fotografische Analyse von Giacomo d’Orlando

Die Ausstellung Symbiosis von Giacomo d'Orlando bei The Current in Stowe präsentiert eine fotografische Analyse der Interdependenz zwischen menschlichen Populationen und ozeanischen Ökosystemen im Kontext der Klimakrise.
Lisbeth Thalberg

The Current, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, das sich dem zivilgesellschaftlichen Engagement durch visuelle Praxis widmet, kündigt die Präsentation von Symbiosis an, einer Einzelausstellung des italienischen Dokumentarfotografen Giacomo d’Orlando. Die in Stowe, Vermont, gezeigte Ausstellung bietet eine rigorose visuelle Untersuchung der Interdependenz zwischen menschlichen Populationen und ozeanischen Ökosystemen, spezifisch im Kontext der eskalierenden Klimakrise.

Die Ausstellung zeigt ein fortlaufendes Projekt, das auf umfangreichen Feldforschungen in den Küstenregionen Thailands, Indonesiens, der Philippinen und Australiens basiert. D’Orlandos Arbeit dokumentiert die Transformation mariner Umgebungen und analysiert, wie die Umweltzerstörung sowohl die physischen Ökosysteme als auch die sozioökonomischen Realitäten der von ihnen abhängigen Gemeinschaften neu formt. Die Serie beleuchtet insbesondere die Lebensbedingungen von Kleinfischern und indigenen Völkern – Bevölkerungsgruppen, die häufig nur minimal zum anthropogenen Klimawandel beitragen, jedoch unverhältnismäßig stark unter dessen Folgen leiden, darunter der Anstieg des Meeresspiegels, Küstenerosion und der Verlust an Biodiversität.

Die Ausstellung zeichnet sich durch einen vielschichtigen methodischen Ansatz aus. D’Orlando verbindet traditionelle Dokumentartechniken unter Verwendung von Vollformatkameras und Festbrennweiten mit Luft- und Unterwasserfotografie. Diese technische Diversität ermöglicht eine wechselnde Perspektive, die die ästhetische Erhabenheit der Meereswelt mit der Verletzlichkeit ihrer Bewohner kontrastiert und dabei Orte und Gemeinschaften sichtbar macht, die im dominierenden Umweltdiskurs oft übersehen werden.

Rachel Moore, Exekutivdirektorin von The Current, positioniert die Ausstellung als kritischen Bestandteil der institutionellen Mission, definierende zeitgenössische Themen zu adressieren. Moore beschreibt das Werk als einen „visuellen Handlungsappell“, der dazu anregen soll, über die kollektive Verantwortung und die Notwendigkeit nachzudenken, das Gleichgewicht zwischen menschlicher Aktivität und der Gesundheit der Meere wiederherzustellen.

Symbiosis ist im The Current, 90 Pond Street in Stowe, Vermont, vom 15. Januar bis zum 10. April 2026 zu sehen.

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