Fernsehen

Kevin – Allein in New York: Londoner Bühnenparodie macht die Kopie-Handlung zum Gag

Jodie Prenger und Neil Hurst bringen Kevin mit A Homo Alone 2: Yikes, We Did It Again! zurück ins The Other Palace
Cassian Vale
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Kevin – Allein in New York ist vielleicht die ehrlichste Fortsetzung, die Hollywood je darüber gedreht hat, eine Fortsetzung zu sein. Chris Columbus nahm seinen Erfolg über einen Jungen, der an Weihnachten zurückgelassen wird, verlegte ihn aus einem Vorort von Chicago nach Manhattan und ließ dieselbe Maschine noch einmal laufen: ein vergessenes Kind, zwei glücklose Einbrecher, ein Parcours aus Fallen, eine einsame Fremde, die sich als gütig erweist. Jodie Prenger und Neil Hurst, dem Autorenduo hinter den campen Weihnachtsparodien im Londoner The Other Palace, ist das offenkundig aufgefallen. Ihre neue Show trägt das Geständnis schon im Titel: A Homo Alone 2: Yikes, We Did It Again!

Der Witz folgt dem Bauplan des Films selbst. Kevin McCallister, nun angekündigt als älter, campiger und noch immer unbeaufsichtigt, landet allein in New York, das die Produzenten den schwulsten Ort der Welt nennen, die Kreditkarte seines Vaters in der Hand. Die Einbrecher sind zurück, der Hotelmanager tritt als Kreatur im Stil der Rocky Horror Show auf (eine passende Anspielung, denn den Concierge spielte im Film Tim Curry), und der kurze Cameo-Auftritt von Donald Trump, dem das Plaza Hotel zur Zeit der Dreharbeiten gehörte, bekommt eine eigene Persiflage.

Thomas John Stocks as Kevin, Jermaine Woods, Charlotte Dixon and Jenny Bede in costume for A Homo Alone 2
Thomas John Stocks, Jermaine Woods, Charlotte Dixon und Jenny Bede in A Homo Alone 2. Bild: Tyrone Lewis / The Other Palace

Die Besetzung setzt auf Mehrfachrollen, den ältesten Kniff, den britische Pantomime und Fringe-Parodie gemeinsam haben. Thomas John Stocks spielt Kevin. Jenny Bede, zu sehen in Prince Andrew: The Musical, übernimmt Kevins Mutter, die Taubenfrau und den Pagen Cedric. Jermaine Woods, bekannt aus The Producers, spielt Kevins Vater, den Einbrecher Harry und den Hotelmanager, während Charlotte Dixon Buzz, Marv und den Trump-Cameo übernimmt – eine Besetzungsentscheidung, die die Ankündigung mit einem hörbaren Seufzer präsentiert.

Es ist die dritte festliche Parodie des Duos an diesem Haus. Das erste Homo Alone war 2024 über die gesamte Laufzeit ausverkauft, und Lovers Actually wurde im vergangenen Winter zur meistverkauften Produktion in der Geschichte des The Other Palace Studio. Prenger, dem Fernsehpublikum als Glenda Shuttleworth aus Coronation Street und dem West-End-Publikum aus Oliver! am Theatre Royal Drury Lane bekannt, sagt in der Ankündigung, dieser Kevin sei älter und frecher und wieder einmal sich selbst überlassen, „ein bisschen wie das Autorenteam“. Wer den ersten Teil verpasst hat, werde sich nicht verloren fühlen, verspricht sie, auch wenn „süße Kindheitserinnerungen in Gefahr geraten könnten“.

Hurst, Schauspieler und preisgekrönter Pantomime-Darsteller, zu dessen Arbeiten Fat Friends The Musical und Casualty gehören, schreibt seit A Very Very Bad Cinderella mit Prenger. Regie führt die Komikerin Laura Checkley, vor allem bekannt aus Detectorists; die Choreografie stammt von Philip Michael Thomas, musikalische Leitung und Arrangements von Tom Noyes, das Design von Reuben Speed, das Licht von Matt Hockley und der Ton von Tom Jervis.

Auch das Haus selbst hat ein langes Gedächtnis. Das Gebäude in der Palace Street nahe Victoria entstand 1766 als Charlotte Chapel, wurde 1931 zum Westminster Theatre und nutzt sein Studio heute, um neues Musiktheater herauszubringen.

A Homo Alone 2: Yikes, We Did It Again! läuft vom 13. November 2026 bis zum 3. Januar 2027 im The Other Palace Studio, die Pressepremiere ist am Mittwoch, 18. November. Die Vorstellung dauert etwa zwei Stunden inklusive Pause; Karten für die Voraufführungen gibt es ab 28 £, für die reguläre Spielzeit ab 36 £.

Hollywood hat denselben Film zweimal gedreht und ihn Fortsetzung genannt. Prenger und Hurst tun es mit Absicht – und drucken das Geständnis aufs Plakat.

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