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The Hawk bei Netflix: Will Ferrell spielt eine Golflegende, die das Ende nicht zugibt

Martha Lucas

2004 war er der beste Golfer der Welt, und ein Teil von ihm hat dieses Jahr nie verlassen. Lonnie Hawkins geht noch immer über das Fairway wie ein Mann, dem der Sport etwas schuldet, und liest jeden Einbruch als Auftakt zu einem Comeback, das nur er kommen sieht. Sein Körper sagt ihm, er solle aufhören. Sein Sohn, seine Ex-Frau und die ganze Tour wissen längst, dass er erledigt ist. Lonnie nimmt dieses Wissen für ein Gerücht und das Gerücht für eine Beleidigung.

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Diese Kluft — zwischen der beendeten Karriere und jener, die Lonnie weitererzählt — ist der Motor von The Hawk, der Comedyserie, die Will Ferrell seine erste Hauptrolle im Fernsehen gibt. Die Prämisse ist schlicht und ein wenig grausam: Lonnie ‚The Hawk‘ Hawkins fehlt ein Major zum Karriere-Grand-Slam, und er hat beschlossen, dass nur ein Schlag, ein Wochenende, ein letztes Turnier ihn vom größten Comeback der Golfgeschichte trennt. Alle um ihn herum können rechnen. Er nicht, und er wird es nie wollen.

Ferrell schrieb die Serie mit Harper Steele und Chris Henchy, und im Drehbuch zeigt das Projekt seine Karten. Die komischsten Sätze sind nicht die Stürze, sondern die Dinge, die Lonnie ernsthaft glaubt. Er trägt jede Selbsttäuschung mit der Sicherheit eines Mannes vor, der eine Scorekarte liest, auf der sein Sieg steht, und die Komik lebt vom Abstand zwischen seiner Gewissheit und der Stille im Raum. Alles ist von der Figur her gebaut: Die Staffel entsteht aus Ansätzen, die nie ganz in der versprochenen Erlösung münden. Die Struktur selbst wird zur Pointe — ein Mann, der sein Ende in Echtzeit umschreibt.

Das Ensemble ist da, um ihn zu entzaubern. Molly Shannon spielt Stacy, die Ex-Frau, die ihn gerade genug liebt, um ihm die Wahrheit zu sagen, die er nicht hören will. Jimmy Tatro ist Lance, der Sohn, der zum neuen Goldjungen des Golfs geworden ist und nun das Licht besetzt, das der Vater nicht loslassen kann. Daneben füllen Fortune Feimster, Luke Wilson als Golden Fisk, Chris Parnell, Katelyn Tarver und David Hornsby eine Welt, die Lonnie ständig die Beweise hinhält und ihm beim Wegsehen zusieht. Das Vergnügen des Drehbuchs liegt darin, einem Mann zuzusehen, wie er mit der Wirklichkeit streitet, jede Runde nach Punkten verliert und überzeugt abtritt, er führe.

Es zählt, dass die Serie jetzt kommt und dass die PGA TOUR Partner des Projekts ist. The Hawk spielt in einem Golf, das sich um garantiertes Geld und abtrünnige Ligen neu ordnet — die reale Rivalität, die den leisesten, förmlichsten Sport in einen Krieg um Loyalität und Preis verwandelt hat. Lonnie kann nicht akzeptieren, dass seine Karriere vorbei ist, abgesetzt in einem Sport, der nicht akzeptieren kann, dass sich seine Regeln geändert haben. Satire und Figur reimen sich: Beide klammern sich an eine Version des Spiels, die längst gegangen ist.

The Hawk - Netflix
The Hawk – Season 1. (L to R) Jimmy Tatro as Lance in Episode 107 of The Hawk. Cr. Aaron Epstein/Netflix © 2026

Golf ist die richtige Bühne für dieses Porträt, weil es die einzige Sportart ist, die man theoretisch bis zum Tod spielen kann. Keine Hupe, keine Uhr, kein Gegner, der einen körperlich stoppt — nur das langsame, demütigende Anwachsen der Beweise, dass der eigene Moment vorbei ist. Das macht es zum perfekten Rahmen für eine Geschichte über den Abgang, den niemand benennen will. The Hawk hält das Lachen auf voller Lautstärke, und das Lachen leistet Arbeit: Es schützt Lonnie und das Publikum vor der Frage, die die Serie nicht beantwortet. Was von einem Mann bleibt, wenn das Comeback unmöglich wird, und wie lange ein Witz diese Frage auf Abstand halten kann.

The Hawk startet am 16. Juli 2026 bei Netflix, alle zehn Folgen erscheinen am selben Tag.

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