Musik

Alewya debütiert mit Zero: 15 Tracks in 16 Minuten, produziert von Shy FX

Alice Lange

Zero, das Debütalbum von Alewya, umfasst fünfzehn Tracks bei einer Laufzeit von sechzehn Minuten. Der Durchschnitt liegt bei etwa einer Minute pro Stück — eine Verdichtung, die sofort die Frage aufwirft, ob Zero ein Album oder ein EP mit anderem Namen ist. Alewya, die in London lebende Künstlerin äthiopisch-ägyptischer Herkunft, baute ihre Reputation in Jahren mit EPs und Singles auf, die zwischen Club-Elektronik, R&B und ostafrikanischen Klangtexturen pendelten, ohne sich auf ein Genre festzulegen.

Shy FX, Schlüsselfigur des britischen Soundsystems und der Drum and Bass-Szene mit einer Karriere, die bis in die frühe Jungle-Ära zurückreicht, fungiert als Executive Producer des gesamten Albums. Seine Beteiligung ist kein Gastauftritt auf einzelnen Tracks, sondern die klangliche Architektur des gesamten Projekts. Die Verbindung zwischen Alewyas diasporischem Klangvokabular und Shy FX’ Geschichte mit Musik aus kulturellen Erbschaften gibt Zero eine Kohärenz, die seine kurze Laufzeit allein nicht liefern könnte.

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„Maktoub“ — ein arabisches Wort, das tief in der äthiopischen Kultur verwurzelt ist und in etwa „geschrieben“ oder „schicksalhaft bestimmt“ bedeutet — erschien vorab als Kurzfilm, der die Addis Girls Skate aus Addis Abeba zeigt: ein Kollektiv junger äthiopischer Frauen, das Skateboarding nutzt, um öffentlichen Raum zu beanspruchen. Der Film fasst das Kernthema von Zero zusammen: eine kulturell geerbte Identität in Kontexten sichtbar zu machen, die nicht dafür vorgesehen waren.

Die berechtigte Skepsis gegenüber Zero ist struktureller Natur. Sechzehn Minuten über fünfzehn Tracks können ein konzentriertes Argument oder dessen Aufschub sein. Die früheren Singles — „City of Symbols“, „Night Drive“, „Eshi“, „Selah“ — hatten Erwartungen aufgebaut. Ob das Album diese einlöst oder verschiebt, entscheidet sich im Hören, nicht an der Laufzeit.

Zero ist auf Apple Music und Bandcamp verfügbar, aber ohne Spotify-Eintrag. Das schränkt die Reichweite auf dem international meistgenutzten Streaming-Kanal ein. Ob eine Spotify-Veröffentlichung folgt, ist nicht bestätigt.

Zero ist ab sofort erhältlich. Die visuelle Kampagne rund um „Maktoub“ und die Addis Girls Skate ist der primäre internationale Kommunikationskanal des Albums.

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