Musik

Meshuggah – Catch Thirtythree: das Album, das Djent in 13 Sätzen aufgebaut hat

Alice Lange

Meshuggahs Catch Thirtythree funktioniert wie ein einziges Argument: dreizehn Sätze, eine zugrundeliegende Logik, keine Pause. Das Album unterteilt sich nicht in Songs, wie es Metal-Platten tun. Es unterteilt sich in Positionen innerhalb einer fortlaufenden Struktur, von denen jede die gleiche polyrhythmische Prämisse vorantreibt, ohne innezuhalten für einen Hook oder eine Auflösung.

Die Band hat 56.503 Hörer auf Last.fm und fast zwei Millionen Plays – eine Anhängerschaft, die vollständig auf Mundpropagabe in Communities aufgebaut ist, in denen „Math Metal“ eher als Empfehlung denn als Warnung gelesen wird.

YouTube Video

„Broken Cog“, das meistgesehene Video der Band mit fast drei Millionen Plays auf YouTube, fungiert als klarster Einstiegspunkt in die Logik von Catch Thirtythree. Es liefert die Methode des Albums bereits ab dem ersten Takt in voller Länge: heruntergestimmtes Acht-Saiten-Riffing, Polyrhythmen, die auf sich nicht wiederholenden Zyklen basieren, und eine metrische Struktur, die Auflösung verweigert, wie andere Platten Stille verweigern.

Bands, die ihre Ästhetik später nach Djent benannten – der komprimierten, palm-muted Textur, die Meshuggah im großen Stil zugänglich machten – nahmen die Technik und ließen die strukturelle Verpflichtung zurück. Catch Thirtythree bittet den Hörer, einem einzigen Argument über dreizehn Tracks hinweg zu folgen. Das meiste, was danach kam, bat um ein einziges gutes Riff.

Das Album löst sich nicht auf. Es endet, wenn das Argument vollständig ist, und es behandelt beides als dasselbe.

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