Musik

Zebrahead veröffentlichen ‘Happy Endings at the Movies’, die fünfte Single vor EP O

Alice Lange

Die neue Single von Zebrahead, „Happy Endings at the Movies“, erscheint als fünfte und vorletzte Vorschau auf die kommende EP O, begleitet von einem offiziellen Musikvideo, das in den Alpen gedreht wurde – ein visueller Kontrast zur leisen, melancholischen Grundstimmung des Songs.

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Der Track markiert eine bewusste Rückkehr zu den pop-punk Fundamenten. Bassist Ben Osmundson hat ihn als Erinnerung daran beschrieben, dass „perfekte Enden nur in Filmen vorkommen“; der Song lebt von der Kluft zwischen sauberen fiktionalen Auflösungen und der unordentlichen Realität voller offener Enden, unbeantworteter Fragen und dem Gewicht dessen, was hätte sein können. Sänger Dan Palmer brachte es auf den Punkt: Die Band „holt den Pop-Punk mit diesem Track zurück … mit einem Zebrahead-Twist.“

Dieser Twist ist das beständige Element einer Karriere, die sich nun über zwei Jahrzehnte erstreckt. In den späten 1990er Jahren in La Habra gegründet, formte Zebrahead ihren Sound, indem sie Punkrock-Geschwindigkeit mit Hip-Hop-Kadenz kollidieren ließen – zu einer Zeit, als die Grenze zwischen den Genres noch als Mauer und nicht als Einladung fungierte. Der Lohn blieb im eigenen Land zunächst aus: Während das amerikanische Alternativradio auf Distanz ging, bescherte Japan der Band mehrere Gold-Zertifikate, und Deutschland entwickelte sich zu einer ihrer treuesten europäischen Hochburgen – was eine Zebrahead-Single hierzulande zur reinen Heimspiel-Geschichte macht, nicht zur Nachricht über eine anglo-amerikanische Band auf Eroberungskurs.

Die EP O schließt eine konzeptionelle Serie ab, die rückwärts von EP III aus verläuft. Die Band hat pro Monat eine Single veröffentlicht und das Projekt so Track für Track öffentlich aufgebaut – vom abreibenden Sprint „Burn Burn Burn“ bis zur selbstbewussten Resignation von „A Perfect Life Is Such A Bore“. „Happy Endings at the Movies“ bildet den emotionalen Wendepunkt vor dem abschließenden Track, an dem das durchgehende Argument des Albums über die unvollkommene Realität in den Fokus rückt.

Die Grenzen sind benennenswert. Die Streaming-Reichweite zum Start ist verhalten: Das offizielle Musikvideo verzeichnete in den ersten Stunden unter 3.000 Aufrufe, und „Happy Endings at the Movies“ war auf Spotify, der dominierenden Entdeckungsplattform in den meisten europäischen Märkten der Band, noch nicht verfügbar. Zebrahead haben drei Jahrzehnte daran gearbeitet, ein Publikum aufzubauen, das zu Live-Shows und physischen Veröffentlichungen erscheint; ob EP O diese Loyalität in Streaming-Zahlen umwandeln kann, ist der Test, den der Veröffentlichungstermin am 12. August bringen wird.

EP O erscheint am 12. August.

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