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Benglis, Dyson und Shechet eröffnen drei Soloausstellungen bei Pace, in denen jede Künstlerin das Material an seine Grenzen treibt

Lisbeth Thalberg

Chelsea hat gleichzeitig laufende Galerieprogramme schon erlebt, doch Paces Herböffnung lässt die Gleichzeitigkeit bewusst wirken: drei Künstlerinnen, drei Solos, eine Frage, die sie alle durchzieht. Lynda Benglis, Torkwase Dyson und Arlene Shechet treten jeweils mit Werkgruppen an, die von der Lücke zwischen dem leben, was ein Medium zu leisten hat, und dem, was eine geübte Hand ihm abringen kann.

Benglis’ Ausstellung — KNOTTING, TYING, FOLDING in der 540 West 25th Street — versammelt skulpturale Arbeiten über mehr als fünf Jahrzehnte: glasierte Keramik, Bronze, Plissee- und Papierformen, die zwischen 1972 und 2024 entstanden, sowie selten gezeigte Glasskulpturen von 1985. Die Glasarbeiten markieren einen Umweg in einer sonst kontinuierlichen Untersuchung: Wo ihre geknoteten Bronzen die Masse so erscheinen lassen, als habe sie der Schwerkraft entkommen, führen die Glaswerke eine Transluzenz ein, die daran erinnert, was das Feste noch immer verweigern kann.

Lynda Benglis, Kutumb (five elements) detail, glazed ceramic sculpture, 1981-1982
Lynda Benglis, Kutumb (five elements) (detail), 1981–1982. © Lynda Benglis / Artists Rights Society (ARS), New York. Courtesy Pace Gallery

Die Ausstellung folgt auf wachsendes institutionelles Interesse an Benglis’ gesamtem Werk. Zu Beginn dieses Jahres stellte das Barbican Centre in London ihre Arbeiten neben Skulpturen von Alberto Giacometti. Eine große Retrospektive eröffnet im Frühjahr im Kunstmuseum Basel und wandert im Herbst ans Tate Modern.

Im angrenzenden Galerieraum ist Dysons «Seeing in Blue» die erste Malserie, die sie unmittelbar aus ihrer Praxis als Tiefseetaucherin entwickelt hat. Die Arbeiten registrieren die sensorischen Bedingungen des Unterwasserseins: Distanz, durch das Wassergewicht gebrochenes Licht, die Grenze, an der atmosphärische Phänomene auf die Infrastruktur treffen. Ihre Großinstallation Tougaloo ist bis November im Arsenale in Venedig zu sehen.

Arlene Shechet stands beside her monumental sculpture Flo in Pace Gallery courtyard, 2026
Arlene Shechet with Flo (2026). Photography by Cole Wilson. Courtesy Pace Gallery

Arlene Shechet bespielt die Räume 508 und 510 in der West 25th Street mit «She Said She Said», ihrer ersten New Yorker Ausstellung bei Pace seit Februar 2020. Drei monumentale Skulpturen in Aluminium und Cor-Ten-Stahl verankern den Hauptraum. Daneben schlägt die Touching-Ground-Reihe in Ton ein anderes Register vor. Shechet bezeichnet ihren Prozess als «Zeichnen durch Skulptur».

Alle drei Ausstellungen laufen bis zum 24. Oktober in Paces West-25th-Street-Räumen. Presseanfragen: press@pacegallery.com.

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