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Samsung Galaxy Z Fold 8: Drei Falthandys am 22. Juli mit neuem Breitformat

Adrian Kessler

Das nächste faltbare Smartphone von Samsung klappt sich anders auf als alles, was das Unternehmen zuvor gebaut hat. Statt der hohen, schmalen Proportionen, die Foldables seit der ersten Generation auszeichnen, entfaltet sich das Galaxy Z Fold 8 zu einem 7,6-Zoll-Display, das fast so breit wie hoch ist – ein Seitenverhältnis von 4:3, das das Gerät eher wie ein kleines Tablet wirken lässt denn wie ein gestrecktes Telefon.

Dieser eine Designwechsel verankert eine ungewöhnlich ambitionierte Ankündigung. Samsung enthüllt gleich drei faltbare Telefone: das Z Fold 8, ein Premium-Modell Z Fold 8 Ultra mit Dreifach-Rückkamera und größerem 5.000-mAh-Akku sowie die Clamshell Z Flip 8, die Berichten zufolge dünner und leichter ist als ihr Vorgänger. Dazu kommen zwei neue Galaxy-Watch-Modelle und die Galaxy Glasses – eine KI-gestützte Brille, die mit den Modemarken Gentle Monster und Warby Parker entwickelt wurde und auf Samsungs Android-XR-Plattform mit integriertem Google Gemini läuft.

Das 4:3-Seitenverhältnis ist wichtig, weil es darum geht, was Menschen tatsächlich mit faltbaren Telefonen tun. Das Lesen von Dokumenten und Webseiten auf dem hohen, schmalen Innenbildschirm der aktuellen Z-Fold-Reihe erfordert ständiges Scrollen, das ein breiteres Format überflüssig macht. Videos im Querformat füllen mehr vom Bildschirm. Split-Screen-Multitasking – der typische Anwendungsfall für Foldables – wird natürlicher, wenn keine der beiden geteilten Bildschirmhälften gequetscht wirkt. Samsung setzt darauf, dass die Änderung der Form die gesamte Argumentation für den Kauf eines Foldables verändert.

Die Galaxy Glasses führen auf derselben Veranstaltung eine zweite bedeutende Wette ein. Samsung beschreibt sie als mit Modehaus-Ästhetik gestaltet – Gestelle von Gentle Monster und Warby Parker – während sie Gemini für freihändige KI-Abfragen und Echtzeitübersetzung ausführen. Ob die KI-Integration im Alltag hält, werden Tester ab dem 22. Juli überprüfen; Smart Glasses haben immer wieder nahtlose Sprach-KI versprochen, aber etwas weniger geliefert. Der gemunkelte Snapdragon 8 Elite Gen 5-Chip und 12 GB RAM des Galaxy Z Fold 8 sind ebenfalls durchgesickerte Zahlen, keine offiziellen Spezifikationen – Samsung hat vor der Veranstaltung kein Datenblatt veröffentlicht.

Die üblichen Vorbehalte bei Foldables gelten. Frühere Z-Fold-Generationen starteten bei über 1.800 Dollar, und das Z Fold 8 Ultra wird vermutlich mehr kosten. Die Display-Falte, die jedes faltbare Telefon prägt, wird in keiner offiziellen Samsung-Kommunikation bisher thematisiert. Ob das neue Scharnierdesign sie spürbar reduziert oder lediglich die stetige Verbesserung früherer Generationen fortsetzt, lässt sich nicht überprüfen, bevor Tester das Gerät in den Händen halten. Die Verfügbarkeit außerhalb der USA und wichtiger europäischer und asiatischer Märkte zum Start ist ebenfalls unbestätigt.

Das Timing hat eine wettbewerbslogische Komponente. Apples erstes faltbares Telefon, das weithin ein ähnliches 7,8-Zoll-4:3-Innendisplay haben soll, wird für September 2026 erwartet. Samsung legt am 22. Juli vor – etwa sechs bis acht Wochen früher – und gibt Testern und Käufern Zeit, sich mit dem breiteren Foldable-Format vertraut zu machen, bevor Apples Version es definiert. Galaxy Unpacked findet am 22. Juli um 9:00 Uhr EDT in London statt, mit einem Livestream auf Samsungs YouTube-Kanal. Vorbestellungen sollen am selben Tag starten.

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