Fernsehen

Avatar – Die sieben Häfen startet bei Paramount+: Avatar-Jagd 225 Jahre nach Korra

Veronica Loop
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Avatar – Die sieben Häfen, die erste neue Animationsserie aus dem Avatar-Universum seit Die Legende von Korra, ist mit ihren ersten drei Folgen bei Paramount+ gestartet. Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, die Schöpfer von Avatar – Der Herr der Elemente, kehren als Showrunner zurück, und ihr Fantasy-Abenteuer für die ganze Familie beginnt mit einer Prämisse, die das Franchise noch nie gewagt hat: Diesmal will die Welt den Avatar tot sehen.

In der Serie hat eine Katastrophe die Zivilisation zerbrochen, und die Gesellschaft gibt Korra, dem vorherigen Avatar, die Schuld daran. Die Überlebenden leben hinter den Mauern von sieben befestigten Häfen, und wer die Macht des Avatars erbt, gilt dort als Zerstörer der Menschheit statt als ihr Beschützer. Pavi, eine junge Erdbändigerin, gesprochen von Saheli Khan, hält ihre Fähigkeiten im Hafen Ellora verborgen. Dann entdeckt Karthik (Akshay Khanna) ihr Geheimnis und enthüllt, dass es ein weiteres Kind gibt, das er für den Avatar hält: Nisha (Aishu Devan), Pavis lange verschollene Zwillingsschwester.

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Die Originalschöpfer bekommen ein eigenes Studio

DiMartino und Konietzko haben das Franchise bereits zweimal aufgebaut: Der Herr der Elemente lief von 2005 bis 2008 drei Staffeln lang bei Nickelodeon, Die Legende von Korra folgte zwischen 2012 und 2014 mit vier Staffeln. Die sieben Häfen ist die erste Serie von Avatar Studios, der Nickelodeon-Sparte, die DiMartino und Konietzko 2021 gegründet haben, um das Franchise auszubauen. Nickelodeon bestellte sie im Februar 2025 mit einer Zusage über 26 Folgen, aufgeteilt in zwei „Bücher“ mit je 13 halbstündigen Episoden. Dieselbe Struktur nutzte schon die Originalserie für Wasser, Erde und Feuer.

Animiert wird die Serie in 2D im Nickelodeon Animation Studio. Ethan Spaulding ist ausführender Produzent, Sehaj Sethi Chefautor und Co-Executive-Producer, Alexandra Chiu Supervising Director. Jeremy Zuckerman, der bereits die Musik zu Der Herr der Elemente und Die Legende von Korra schrieb, kehrt als Komponist zurück.

Die Rückkehr hat Gewicht, gerade wegen der Art, wie die beiden das Franchise zuletzt verlassen hatten. 2020 stiegen sie wegen kreativer Differenzen aus der Realverfilmung von Der Herr der Elemente aus, die Netflix produzierte. Mit Die sieben Häfen verantworten sie erstmals seit dem Ende von Korra im Jahr 2014 wieder eine Avatar-Geschichte auf dem Bildschirm.

Neue Besetzung, eine vertraute Stimme

Saheli Khan spricht die Hauptfigur Pavi, Aishu Devan ihre Zwillingsschwester Nisha. Major Curda leiht Jae seine Stimme, einem Luftbändiger, der eine Einheit der Brigade anführt, der Verteidigungstruppe von Ellora. Akshay Khanna spielt Karthik, Sakina Jaffrey spricht Agam, Darren Barnet und Dianne Doan komplettieren die Hauptbesetzung.

Die vertraute Stimme gehört Dee Bradley Baker, der in der Originalserie Appa und Momo ihre Laute gab und hier Geet spricht, einen tierischen Begleiter. Die Namen der neuen Welt, von Pavi und Nisha bis zum Hafen Ellora, greifen auf Südasien zurück, so wie Der Herr der Elemente seine Nationen auf ostasiatischen Kulturen und der Kultur der Inuit aufbaute.

Lob für das Drehbuch, Zweifel an der Animation

Die Kritiken, die auf Vorabsichtungen der ersten sechs Folgen beruhen, fallen sehr positiv aus. Kotaku meldete am Tag nach dem Start einen Kritikerwert von 100 Prozent auf Rotten Tomatoes. Gavia Baker-Whitelaw von TV Guide nannte die Serie „eine triumphale Rückkehr für die ursprünglichen Avatar-Schöpfer“, Michel Ghanem von TheWrap schrieb, Die sieben Häfen sei „ein Wunderwerk“, und bezeichnete Zuckermans Musik als „vielleicht einen der besten Scores im Fernsehen“.

Die Einwände betreffen die Animation. TheWrap sah über die „simple Animation“ hinweg, um Drehbuch und Weltenbau zu loben, und Ghanem ergänzte, der Ton richte sich an ein jüngeres Publikum, als langjährige Fans erwarten dürften. Telltale TV überschrieb sein Urteil zu den ersten Folgen mit „A Compelling Story Despite Mediocre Animation“, also eine fesselnde Geschichte trotz mittelmäßiger Animation. Nicht alle sehen das so: Kritiker Alex Zalben nannte die ersten drei Folgen „mitreißend emotional, wunderschön animiert und grandios vertont“.

So veröffentlicht Paramount+ Buch 1

Nach dem Start mit drei Folgen am Freitag, 9. Oktober, veröffentlicht Paramount+ den Rest von Buch 1 wöchentlich freitags in Paketen: die Folgen 4 bis 6 am 16. Oktober, 7 bis 9 am 23. Oktober und die letzten vier am 30. Oktober. Damit ist die erste Staffel mit 13 Folgen abgeschlossen. In den USA ist die Serie mit TV-Y7 eingestuft.

Paramount hat sich bereits über die ursprüngliche Bestellung hinaus festgelegt. Auf der New York Comic Con gaben DiMartino und Konietzko am Premierentag bekannt, dass Paramount+ die Serie um die Bücher 3 und 4 verlängert hat, zusätzlich zu den beiden 2025 bestellten Büchern. Für Buch 2 gibt es noch keinen Termin.

Ein Franchise der Hoffnung, neu gebaut um die Angst

Der Herr der Elemente erlebt ein ungewöhnlich langes zweites Leben, befeuert von der Welle neuer Zuschauer, die die Originalserie 2020 auf Netflix entdeckten. Die sieben Häfen ist der Test, ob seine Architekten eine dritte Animationsära eröffnen können, die für sich allein steht. Indem die Geschichte rund 225 Jahre nach Korra spielt und der Avatar zur gejagten Figur wird, hält die Serie die Nostalgie auf Abstand; Ross McIndoe vom Slant Magazine schrieb, die Serie stütze sich „nie zu sehr auf das, was vorher kam“.

Die Wette lautet, dass eine Welt, die ihren Avatar fürchtet, noch immer den Optimismus hervorbringen kann, auf dem das Franchise gebaut ist. Zehn Folgen von Buch 1 bleiben Pavi und Nisha, um den Häfen zu zeigen, was für einen Avatar sie bekommen.

Besetzung

Fotos: The Movie Database (TMDB)

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