Kino

Apple stützt Katie Dippolds Schwenk von der Komödie zum Horror und verlängert ‚Widow’s Bay‘

Die Autorin von 'Taffe Mädels' und 'Ghostbusters' liefert mit Matthew Rhys die Horrorkomödie, auf die Apple TV+ weiter setzt
Liv Altman

Apple TV+ hat seine gesamte Prestige-Ära darauf gewettet, dass eine eigenständige kreative Stimme weiter trägt als eine vertraute Prämisse — und der jüngste Vertrauensbeweis gilt einer der unwahrscheinlichsten Horror-Autorinnen der Komödie. Katie Dippold hat ihre Karriere auf dem breiten Studio-Gelächter aufgebaut; mit ‚Widow’s Bay‘ schwenkte sie zur fluchbeladenen Horrorkomödie um, und der Streamer hat nun entschieden, dass dieser Schwenk eher Schutz als Ablage verdient.

Wie Deadline zuerst berichtete, hat Apple TV+ das übernatürliche Mysterium um eine zweite Staffel verlängert, und Dippold nutzte den Anlass, um den weiteren Verlauf der Geschichte abzustecken. Die erste Staffel endete damit, dass sie ihren widerwilligen Protagonisten im generationenalten Fluch der Insel gefangen hielt, statt ihn zu befreien — ein düsteres Finale für eine Serie, die unablässig das Grauen in ihre Witze schmuggelt.

Dippold ist eine unwahrscheinliche Architektin für diesen Ton-Drahtseilakt. Ihr Name steht auf ‚Taffe Mädels‘, dem ‚Ghostbusters‘-Reboot von 2016, ‚Mädelstrip‘ und einer langen Zeit im Autorenraum von ‚Parks and Recreation‘ — Komödie im Mainstream-Maßstab, nicht das Unbehagen des Folk-Horrors. ‚Widow’s Bay‘ verlangt von ihr, beide Register zugleich zu halten, und sie stützt sich auf Matthew Rhys, Emmy-Gewinner für ‚The Americans‘ und ‚Perry Mason‘, dessen Bürgermeister Tom Loftis das Absurde in echter Trauer verankert. Stephen Root, Kate O’Flynn und Hamish Linklater vervollständigen ein Ensemble, das für die trockene Bedrohung gebaut ist.

Die Verlängerung passt zu Apples größerem Muster. Der Streamer hat immer wieder auf Autoren-Eigenheiten gesetzt — Serien, die durch die Handschrift ihres Schöpfers statt durch einen massentauglichen Logline definiert sind — und ihre Fremdartigkeit als Aktivposten behandelt, nicht als Risiko. Eine Horrorkomödie zu stützen, deren Finale ihrem Helden den Ausweg verweigert, ist genau jene Wette auf Identität statt Sicherheit, die das fiktionale Programm der Plattform inzwischen prägt.

Die erste Staffel endete mit der Episode ‚We Hope You Enjoyed Your Time!‘, die Loftis an die Insel und ein vergrabenes Blutlinien-Geheimnis fesselte. Dippold hat angedeutet, dass die zweite Staffel tiefer in die verborgene Geschichte der Stadt vordringt, einschließlich einer Kammer, die der Auftakt erst zu öffnen begann.

Auf die Frage, was geschieht, sobald die Insel erfährt, was Loftis nun weiß, lieferte Dippold die eigentliche Logline der nächsten Staffel in einem einzigen Satz: „Gott helfe ihm, wenn es jemand herausfindet.“

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