Musik

KATSEYE bringt WILD: Ed Sheeran schrieb mit, Demi Moore spielt die Hauptrolle

Alice Lange

KATSEYEs dritte EP WILD kommt mit zwei Namen, die dem Projekt ein anderes Gewicht verleihen: Ed Sheeran, der die Lead-Single „Animal“ mitschrieb, und Demi Moore, die im Musikvideo dazu zu sehen ist. Die EP umfasst fünf Tracks sowie einen sechsten, der exklusiv bei einem Händler erhältlich ist. Was auch immer darüber gesagt wurde, ob eine über HYBE und Geffen Records zusammengestellte multinationale Gruppe eine echte Anziehungskraft entwickeln kann: WILD führt dieses Argument mit Kollaborateuren, die Optionen hatten.

„Animal“ unter der Regie von Cody Critcheloe besetzt Moore in einer Musikvideorolle, die wie eine bewusste Entscheidung wirkt und nicht wie ein Werbegag. Die übrigen Tracks — „Pinky Up“, „Hootie Frutti“, „Bel Air“ und „That Way“ — vervollständigen eine EP, die weniger als zwanzig Minuten dauert und nicht versucht, mehr Terrain abzudecken, als sie selbst kartiert hat. Der Bonustrack „Unloveu“ verlängert das Hörerlebnis für jene, die ihn gezielt suchen.

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Der offizielle Trailer zu WILD HEARTS, der vor dem breiteren Rollout der EP mehr als vier Millionen Aufrufe verzeichnete, etablierte die visuelle und klangliche Handschrift des Projekts, bevor die Tracks selbst zu hören waren. Auf KATSEYEs offiziellem Kanal wirkt er eher wie eine Aussage über die Richtung als wie ein Verkaufsgespräch — in seiner Struktur auf die Gruppe fokussiert, in seinen Nahaufnahmen auf die einzelnen Mitglieder.

Die Hörerzahlen von Last.fm weisen mehr als neuntausend regelmäßige Hörer und fast achtundsechzigtausend Plays aus — Bindungswerte, die über mehrere Veröffentlichungen hinweg entstanden sind und nicht durch einen viralen Ausschlag. Dieses Publikum begegnet WILD bereits mit einem Bekenntnis zu dieser Richtung. Ed Sheerans Co-Writing bei „Animal“ erweitert die kommerzielle Reichweite einer Fanbase, die bereits geblieben war, ohne dies als Grund zu benötigen.

KATSEYE wurde durch eine Netflix-Dokumentation vorgestellt und steht seither im Mittelpunkt einer anhaltenden Debatte darüber, ob eine durch einen im Fernsehen ausgestrahlten Castingprozess entstandene Gruppe eine Identität aufbauen kann, die ihren Produktionskontext überdauert. WILD argumentiert nicht direkt dafür. Das Projekt engagiert Kollaborateure, die von einem schlechten Projekt nichts zu gewinnen haben, und überlässt es der Arbeit selbst, den Beweis zu führen.

WILD erschien am 14. August. Es ist KATSEYEs dritte EP und die erste, bei der die mit dem Projekt verbundenen Namen ebenso sehr zur Musik gehören wie zu seiner Entstehungsgeschichte.

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