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Taylor Swift führt Republic zu 8 Alben in den Billboard-200-Top-10, der CEO geht

Die acht Alben zählen zum konsolidierten East-Coast-Hub von UMG und nicht zu einem einzelnen Label, und sie erscheinen während der Umstrukturierung, die Jim Roppo veranlasst zu gehen.
Alice Lange
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Die Spitze der US-Albumcharts liest sich diese Woche weniger wie ein Wettlauf zwischen Plattenfirmen als wie der Veröffentlichungsplan eines einzigen Unternehmens. Taylor Swift steht ganz oben, und fast jedes Album in ihrer Nähe trägt denselben Namen in Großbuchstaben: REPUBLIC. Billboard nennt das einen Rekord – und das ist es auch. Was bei den Feierlichkeiten untergeht, ist, wofür dieser Name inzwischen steht und wer bald nicht mehr die Fäden in der Hand hält.

REPUBLIC ist, so wie es in den Charts gezählt wird, kein einzelnes Label mit einer einzigen A&R-Abteilung. Es ist der Ostküsten-Knotenpunkt der Universal Music Group, an dem Republic, Mercury und Island ihre Promotion-, Marketing- und Medienteams teilen. Genau ein solches Ergebnis sollte diese Struktur hervorbringen. Der Rekord kommt in einer Woche zustande, in der UMG Kosten senkt und der Manager, der mit dem Aufbau des Knotenpunkts betraut wurde, vor dem Abgang steht.

Was hinter den acht Alben steckt

Billboards Aufschlüsselung der am 24. Oktober datierten Charts macht die Struktur sichtbar. Vier Titel erscheinen bei Republic Records selbst: Taylor Swifts The Life of a Showgirl auf Platz 1, Drakes HABIBTI auf Platz 6 und ICEMAN auf Platz 10, beide über OVO Sound, sowie Greta Van Fleets Palace for the People auf Platz 9 über Lava. Drei kommen über Mercury: Noah Kahans The Great Divide auf Platz 5 und Stick Season auf Platz 8 sowie Morgan Wallens I’m the Problem auf Platz 3 über Big Loud. Das achte Album ist Olivia Deans The Art of Loving auf Platz 7 bei Polydor/Island.

Damit belegen sechs Künstlerinnen und Künstler acht Plätze. Nur Olivia Rodrigos you seem pretty sad for a girl so in love auf Platz 2 und Ella Langleys Dandelion auf Platz 4 durchbrechen diese Serie. Rodrigos Album erscheint bei Geffen – damit entfallen neun der zehn Plätze auf den Mutterkonzern UMG. Billboard merkt an, dass seit Beginn der Luminate-Datenerfassung für die Charts im Jahr 1991 kein anderes Unternehmen als UMG neun der Top 10 belegt hat. Und kein anderes Label als REPUBLIC kam auf acht.

Es ist außerdem eine Chartplatzierung, die auf langem Atem beruht. Stick Season erschien 2022, Wallens Album 2025. The Life of a Showgirl wurde erstmals vor einem Jahr veröffentlicht und kehrte diesen Monat mit der erweiterten Ausgabe The Encore an die Spitze zurück. Drakes zwei Alben kamen im Mai am selben Tag heraus, Kahans neues im April. Eine Rangliste, die Verkäufe und Streams kombiniert, belohnt diejenigen, deren Kataloge immer wieder gehört werden – und diese Woche hat ein einziger Knotenpunkt den größten Teil davon in der Hand.

Die Maschinerie hinter den Zahlen

UMG formalisierte diesen Knotenpunkt im März 2024. Damals berichtete Music Business Worldwide, dass Def Jam, Island, Mercury und Republic rund um einen „zentralen operativen Knotenpunkt“ namens Republic Corps neu organisiert worden waren. Jedes Label, erklärte das Unternehmen, behalte seine „volle Unabhängigkeit und kreative Autonomie“. Die Promotion mit eigenen Verantwortlichen für Urban-, Pop-, Rhythm-, Adult- und Rockradio lief über ein zentrales Team, ebenso wie globales Marketing und Medienarbeit. Jim Roppo wurde zum Präsidenten und Chief Operating Officer des Corps ernannt. Er berichtete an Monte und Avery Lipman und sollte die „integrierten Abteilungen“ leiten.

Die Gruppe war bereits vor der offiziellen Neuordnung stark: Billboard verzeichnet die ersten beiden Wochen mit acht Alben in den Top 10 im Januar 2024, kurz bevor das Corps angekündigt wurde. Die neue Struktur machte die gemeinsame Maschinerie offiziell – und verschiebt damit auch die Frage, worauf sich die übliche Sorge über Marktkonzentration richten sollte. Diese Top 10 klingen nicht alle gleich. Kahans Folk-Pop, Wallens Country, Drakes Rap, Deans Soul und Greta Van Fleets Rock liegen stilistisch so weit auseinander, wie es in den Mainstream-Charts nur geht. Verengt hat sich die Zahl der Schreibtische, über die diese Platten auf dem Weg ins Radio, in Playlists und in die Presse laufen.

Ein Rekord während des Umbaus

Die Chartmeldung folgt nur wenige Tage darauf, dass UMG die Belegschaft am Mittwoch, dem 14. Oktober, über eine weitere Entlassungsrunde und Veränderungen in der Führung informiert hat. Billboard bezeichnete sie als letzte Phase eines 2024 angekündigten Plans, die jährlichen Kosten um rund 250 Millionen Euro (270 Millionen US-Dollar) zu senken. Roppo, Vorsitzender und Co-CEO von Republic, gehört zu denjenigen, die das Unternehmen verlassen. CelebrityAccess berichtet unter Berufung auf die Los Angeles Times, er sei zum stellvertretenden Vorsitzenden der Warner Records Group ernannt worden; Variety merkte an, dass keines der beiden Unternehmen den Wechsel bestätigt habe. Mercury-Chef Tyler Arnold und Jeffrey Remedios, Leiter von Republic Collective, übernehmen neue Führungsaufgaben bei Republic Records. Die Island-Co-CEOs Imran Majid und Justin Eshak sollen künftig mehr von UMGs Ostküstenlabels verantworten. In Großbritannien tritt Ben Mortimer als Präsident der Polydor Label Group zurück, bei der Deans Album erschienen ist.

Ein UMG-Sprecher beschrieb die Kürzungen als „Bündelung von Fachwissen in unseren Teams, um eine größere globale Wirkung und mehr Effizienz zu erzielen“. Die Charts stehen für die Wirkung, von der in diesem Satz die Rede ist. Billboards Marktanteilsbericht zur Jahresmitte, zusammengefasst von Soap Central, weist Republic mit einem aktuellen Anteil von 11,43 Prozent als führendes Label aus – vor Atlantic Music Group mit 8,50 Prozent und Interscope Geffen A&M mit 8,14 Prozent. Der aktuelle Gesamtmarktanteil von UMG steigt demnach auf 32,44 Prozent, gegenüber 27,41 Prozent für Sony Music. Variety berichtet, dass UMGs Umsatz im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent auf knapp 7,2 Milliarden US-Dollar gewachsen ist. Zugleich fielen Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Downtown Music für 775 Millionen US-Dollar an.

Billboard veröffentlicht die vollständige Chartliste am 20. Oktober und wird einen einzigen Namen an ihre Spitze setzen. Der Manager, der seit 2024 die gemeinsame Maschinerie hinter diesem Namen geführt hat, ist laut Los Angeles Times bereits auf dem Weg zu einem Konkurrenten.

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