Musik

UADA feiert zehn Jahre Devoid of Light — Remaster und Peter Beste

Alice Lange

UADAs Debütalbum Devoid of Light erscheint heute in einer Zehn-Jahres-Edition, remastert von Arthur Rizk und begleitet von bisher unveröffentlichten Fotografien von Peter Beste. Zehn Jahre nachdem das Debüt des Quartetts aus Portland sie im atmosphärischen Black-Metal-Untergrund etablierte, veröffentlicht Eisenwald das Album mit Archivmaterial, erweiterten Liner Notes und einem exklusiven Bonustrack neu.

Arthur Rizk als Remaster-Engineer ist eine klare Ansage. Der Produzent und Toningenieur, dessen Referenzen von Power Trips Nightmare Logic bis zum Katalog von Integrity reichen, glättet keine schwierigen Aufnahmen – er macht sie durchsichtiger. Dichte Aufnahmen werden unter seiner Hand eher mehr sie selbst als zugänglicher. Diese Unterscheidung ist für Devoid of Light wichtig, das stets von einer Atmosphäre lebte, die aus Akkumulation entsteht, nicht aus schierer Lautstärke.

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Dass Peter Beste die Jubiläumsausgabe fotografiert hat, hat seinen eigenen Kontext. Beste hat den visuellen Kanon des norwegischen Black Metals geprägt – ein Jahrzehnt lang dokumentierte er Bands von Burzum bis Enslaved und schuf Bilder, die den Großteil der journalistischen Berichterstattung über denselben Zeitraum überdauerten. Diese Arbeit ist der Referenzpunkt für ernsthafte Black-Metal-Dokumentation. Seine Präsenz im Booklet einer Band aus Portland fungiert als Bestätigung, dass die amerikanische Szene sich ihre eigene Dokumentation zu eigenen Bedingungen verdient hat.

Die Jubiläumsausgabe erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem UADA seinen Katalog weit über das Debüt hinaus erweitert hat. Der atmosphärische Ansatz von Devoid of Light wurde zur Grundlage für Alben wie Cult of a Dying Sun, wobei jede Veröffentlichung tiefer in das strukturelle Terrain vordrang, das das Debüt nur andeutete. Mit der Rückkehr zum Debüt in remasterter Form erhält der Katalog einen dokumentierten Ausgangspunkt.

All dies beantwortet nicht die Frage, die jeder Jubiläumsausgabe anhaftet: ob der Remaster dem Original dient oder lediglich Material neu verpackt, das treue Fans bereits besitzen. Rizks Erfolgsbilanz spricht für Ersteres – seine Arbeit ebnet das Ausgangsmaterial selten ein, und die ursprüngliche Produktion von Devoid of Light hatte Raum, um klarer zu werden, ohne korrigiert zu werden. Der Bonustrack und das Archivmaterial werden entscheiden, ob diese Ausgabe als echtes Dokument oder als aufgehübschte Variante für Sammler gelesen wird. Die anhaltende Abwesenheit von Devoid of Light auf Spotify bedeutet, dass das Publikum es bewusst suchen muss – so hat das Album schon immer am besten funktioniert.

Devoid of Light (10th Anniversary Edition) erscheint heute über Eisenwald in drei Vinyl-Farbvarianten und einem 4-Panel-Digipak mit UV-Spotdruck. Vorbestellungen sind über die offiziellen Kanäle der Band erhältlich.

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