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Drei Prozesse, keine Gewissheit: A Killer Story ist die HBO-Doku, die das True-Crime-Versprechen hinterfragt

Liv Altman

True-Crime-Fernsehen wurde auf einem Versprechen aufgebaut: Mit genug Beweisen und erzählerischem Geschick lässt sich die Wahrheit rekonstruieren und dem Publikum sauber servieren. Von I’ll Be Gone in the Dark bis Making a Murderer lag die Kraft des Genres stets in diesem Gefühl, einem Puzzle mit Lösung beizuwohnen — selbst wenn die Justiz sie nicht gefunden hatte. A Killer Story, die neue HBO-Dokumentarserie, beginnt mit genau dieser Prämisse und verbringt dann drei Episoden damit, sie methodisch zu demontieren.

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Im Zentrum des Dokumentarfilms steht Dana Chandler, die wegen des Doppelmords von 2002 an ihrem Ex-Mann und seiner Freundin in Topeka, Kansas, verhaftet und schließlich verurteilt wurde. Der Fall, der nationale Aufmerksamkeit auf sich zog, ist genau die Art von Geschichte, von der die True-Crime-Maschinerie lebt: ein klischeebeladenes Eifersuchtsmotiv, ein in der Berufung aufgehobenes Urteil und dann nicht ein, sondern zwei Wiederaufnahmeverfahren — das dritte endete damit, dass Chandler sich selbst verteidigte. Über sechs Jahre hinweg gedreht, wurde der Investigativjournalist Joe Sexton — ehemals bei der New York Times und ProPublica — in den Fall hineingezogen, nachdem er Tausende von E-Mails von Eileen Umbehr erhalten hatte, einer Hausfrau, die zur Bürgerschleuths geworden war, und ihrem Mann Keen. Die Umbehrs sind überzeugt von Chandlers Unschuld und haben ihr Leben dem Kampf dafür gewidmet.

Was Regisseur Matthew Galkin und sein Team mit diesem Material machen, ist rigoroser, als das Genre üblicherweise verlangt. Indem sie den Umbehrs folgen — die auf andere Verdächtige zeigen, Zeugenaussagen sammeln und mit der totalen Überzeugung von Bekehrten agieren — richtet A Killer Story die Kamera ebenso auf die Ermittler wie auf die Ermittlung selbst. Der Dokumentarfilm untersucht das, was er „Die Gefahren blinder Gewissheit“ nennt: wie der Bestätigungsfehler nicht nur in Geschworenen und Staatsanwälten wirkt, sondern auch in den Bürgerschleuth selbst, die glauben, institutionelles Versagen zu durchleuchten. Sexton, der mit professioneller Skepsis ankommt, entdeckt, dass die Wahrheit umso schwerer fassbar wird, je näher er ihr kommt.

The Kansas State Capitol dome in Topeka, Kansas
Kansas State Capitol, Topeka, Kansas. Photo: Aviper2k7 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Serie stammt von Story Syndicate, deren Bilanz in diesem Bereich bemerkenswert ist: Sie produzierten HBOs I’ll Be Gone in the Dark und Last Call: When a Serial Killer Stalked Queer New York. Galkin, der zuvor Kevorkian und One Night in Idaho: The College Murders inszenierte, wird hier von den ausführenden Produzenten Liz Garbus, Dan Cogan und Davis Guggenheim begleitet.

A Killer Story startet am Donnerstag, 10. September bei HBO und Max, mit neuen Episoden an den folgenden Donnerstagen bis zum 24. September. Jede der drei Folgen dauert etwa 40 Minuten.

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