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Apple opfert Face ID für das dünnste Faltphone — iPhone Ultra ab 2.000 Dollar

Adrian Kessler

Apple stellt morgen sein erstes Foldable vor, und die entscheidende Spezifikation ist eine Zahl: 4,5 Millimeter. Wenn das iPhone Ultra geöffnet und flach liegt, ist es dünner als jedes kommerziell erhältliche Foldable – dünner als die Samsung Galaxy Z Fold-Reihe, dünner als jedes Huawei-Foldable, dünner als alles, was derzeit verkauft wird. Diese Dünnheit erforderte zwei Abweichungen von der Flaggschiff-iPhone-Reihe, die Käufer seit Jahren kennen.

Face ID ist bei diesem Telefon nicht vorhanden. Das iPhone Ultra verwendet stattdessen Touch ID – den Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf, ein Sensor, den Apple im iPad und in der SE-Reihe beibehalten hat, der aber seit 2017 nicht mehr in einem Premium-iPhone zu finden war. Der Grund ist mechanisch: Das Infrarot-Sensorarray und der Dot-Projector, die Face ID benötigt, brauchen vertikalen Platz, den ein 4,5 mm flaches Profil nicht bieten kann. Auch die Telekamera ist weg. Das Gerät hat zwei Linsen – einen Hauptsensor und eine Ultraweitwinkel – statt der Drei-Linsen-Anordnung, die die Pro-Reihe seit dem iPhone 11 Pro definiert.

Die restliche Hardware ist aktuell und wettbewerbsfähig. Ein A20-Pro-Chip im 2-Nanometer-Verfahren treibt das Gerät an. Das Cover-Display misst 5,5 Zoll; der innere Bildschirm öffnet sich auf 7,8 Zoll. Berichte von Displayherstellern, die Komponenten geliefert haben, deuten darauf hin, dass sich das Panel vollständig flach falten lässt, ohne die sichtbare Falte, die die anhaltende Kritik an Konkurrenzgeräten ist. Das gesamte Zubehör- und App-Ökosystem wird unverändert übernommen.

Der Einstiegspreis liegt bei 2.000 Dollar. Zum Vergleich: Das Huawei Mate XT 2 – ein Tri-Fold, das am 7. September mit einem Privacy Screen auf den Markt kam, der auf Befehl undurchsichtig wird – beginnt bei etwa 2.980 Dollar. Huaweis Gerät läuft mit HarmonyOS und hat außerhalb Chinas keine offizielle Carrier-Verteilung. Für Käufer, die ein Foldable mit iOS in einem unterstützten globalen Netzwerk suchen, ist das iPhone Ultra derzeit die einzige Antwort. Samsungs Galaxy Z Fold 7 startet niedriger, bei etwa 1.800 Dollar, ist aber geschlossen 4,9 mm dick – 0,4 mm dicker, was für diese Geräteklasse eine Rolle spielt.

Face ID durch Touch ID zu ersetzen, ist kein kleiner Kompromiss. Für iPhone-Besitzer ist Face ID der Standard-Entsperrmechanismus, die Authentifizierungsebene hinter Apple Pay und die Funktion, die Apple seit 2017 nicht neu gestalten musste. Die Touch-ID-Implementierung im Einschaltknopf ist schnell und zuverlässig – sie funktioniert gut auf dem iPad –, aber sie ändert eine Gewohnheit, die Millionen von Nutzern über sieben Jahre aufgebaut haben. Bei einem Preis von 2.000 Dollar werden Käufer gebeten, für die Dünnheit zu zahlen und den Fingerabdruckscanner als Teil des Pakets zu akzeptieren.

Das Event von Apple am 9. September wird die endgültigen Preise, Speicheroptionen und Verfügbarkeitstermine für internationale Märkte bestätigen. Die Vorbestellungen werden voraussichtlich am selben Tag starten.

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