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Galaxy Tab S12 Ultra ist das erste Android-Tablet mit vorinstalliertem Photoshop

Adrian Kessler
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Auf dem Galaxy Tab S12 Ultra und dem Tab S12+ ist Adobe Photoshop vorinstalliert. Laut Samsung sind sie damit die ersten Android-Tablets, die die App mitbringen. Photoshop wurde für den mitgelieferten S Pen und die Touch-Bedienung auf dem besonders großen Display des Ultra optimiert. Für Illustratorinnen, Illustratoren und Fotografinnen und Fotografen, die sich eine große Arbeitsfläche unter Android gewünscht haben, ist damit einer der wichtigsten Gründe für den Kauf eines iPad weniger überzeugend.

Bisher mussten Kreative, die mit Android arbeiten, auf Ersatzlösungen zurückgreifen oder ihre Bearbeitungsschritte auf einen Laptop verlagern. Adobe brachte Photoshop schon vor Jahren aufs iPad – und genau diese eine App hielt viele Künstlerinnen und Künstler im Apple-Ökosystem. Samsung erkauft sich nun denselben Vorteil, allerdings mit einer exklusiven Vereinbarung: Photoshop für Tablets bleibt mindestens sechs Monate lang den Galaxy-Tab-S-Modellen vorbehalten.

Auch die Hardware passt zu diesem Anspruch. Das Ultra ist nur 5,1 Millimeter dünn, damit schlanker als die meisten Smartphones, und wiegt 692 Gramm. Sein 14,6 Zoll großes AMOLED-Display mit 120 Hz erreicht eine Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits – hell genug, um auch draußen zu arbeiten. Der Akku mit 11.600 mAh soll bis zu 23 Stunden Videowiedergabe ermöglichen und dürfte in der Praxis für einen langen Tag mit Skizzen ohne Ladegerät reichen. Beim Tab S12+ sind es ein 12,6-Zoll-Display und 553 Gramm.

Beide Modelle werden vom Dimensity 9500 von MediaTek angetrieben. Samsung gibt an, dass die KI-Verarbeitung 61 Prozent schneller, die CPU-Leistung 19 Prozent höher und die Grafikleistung 17 Prozent stärker ausfällt als beim Tab S11 Ultra. Das ist vor allem dann wichtig, wenn eine Photoshop-Datei mit vielen Ebenen ins Stocken gerät. Die Tablets erscheinen mit One UI 9 auf Basis von Android 17 und erhalten sieben Jahre lang Betriebssystem- und Sicherheitsupdates. Damit bleibt ein heute gekauftes Tablet bis ins nächste Jahrzehnt hinein unterstützt.

Der Haken steckt im Kleingedruckten – und bei den Kosten. Die vier Monate Photoshop-Zugang sind ein Probeabo für Adobes Premium-Mobilangebot. Danach müssen Käuferinnen und Käufer zusätzlich zum Tablet ein Abo bei Adobe bezahlen. Auch die übrigen mitgelieferten Angebote, darunter Notability und ein Google-AI-Pro-Abo, sind zeitlich begrenzte Testversionen. Samsung weist darauf hin, dass Verfügbarkeit und spätere Kosten vom jeweiligen Markt abhängen. Die Leistungszuwächse wurden außerdem nur mit Samsungs eigenem Vorgängertablet verglichen, nicht mit Apples Chips. Ob Photoshop hier besser läuft als auf einem iPad Pro, ist also noch offen. Das Ultra gibt es zudem nicht mit Mobilfunkmodem. Wer unterwegs ohne WLAN arbeiten möchte, muss daher die Verbindung eines Smartphones nutzen.

Die Preise sind gestiegen. Das Tab S12+ kostet ab 1.199 Dollar, das Ultra ab 1.399 Dollar; für das Ultra mit 1 TB Speicher werden 1.999,99 Dollar fällig. 9to5Google beziffert den Aufpreis des Ultra gegenüber dem Vorgängermodell auf 100 Dollar. In Großbritannien kosten die beiden Tablets 1.199 und 1.399 Pfund, in der Eurozone 1.329 und 1.569 Euro. In Südkorea beginnen die Preise bei 1.549.900 beziehungsweise 1.899.700 Won.

Beide Tablets kommen am 7. Oktober in den USA und weiteren wichtigen Märkten, darunter Südkorea und Japan, in Grau und Silber in den Handel. Photoshop für Tablets erscheint am selben Tag im Galaxy Store.

Samsung hat sich damit einen Vorsprung von sechs Monaten gesichert. Danach könnte Photoshop auch auf günstigeren Android-Tablets verfügbar sein – und das Ultra müsste seinen Preis von 1.399 Dollar dann allein mit seinem Display rechtfertigen.

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