Fernsehen

Bastard‼: Eine hemmungslose Heavy-Metal-Fantasy voller Exzesse

Veronica Loop
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Schon beim ersten Auftritt von Dark Schneider (Kisho Taniyama, Kisho Taniyama) macht Bastard‼ -Heavy Metal, Dark Fantasy- unmissverständlich klar, worauf es hinauswill: Mit wehendem purpurrotem Umhang beschwört Schneider unter einem Schlachtruf, der wie ein Donnerschlag widerhallt, einen Feuersturm – laut, ungefiltert und herrlich maßlos. Die von Takaharu Ozaki (Takaharu Ozaki) und Taro Tanaka (Taro Tanaka) geschaffene ONA-Serie ist eine Liebeserklärung an die hemmungslosen Exzesse der Heavy-Metal-Kultur der 80er und an düstere Fantasy-Anime. Ihre Optik wirkt, als wäre sie direkt einem Iron-Maiden-Albumcover entsprungen. Die Serie bewegt sich nicht nur zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit, sondern springt mit wilder Entschlossenheit über diese Grenze hinweg.

Worum geht es?

In der 2022 veröffentlichten ONA-Serie wird Dark Schneider, ein unberechenbarer Schwarzmagier, dessen Name schon eine Kampfansage an jede Zurückhaltung ist, vom Königreich Meta-llicana herbeigerufen. Er soll verhindern, dass finstere Mächte Anthrasax, den Gott der Zerstörung, wiedererwecken. Die Serie ist ein hochstilisiertes Gemisch aus Action, Fantasy und Science-Fiction; erzählerisch setzt sie stärker auf episodische Abenteuer als auf einen eng verwobenen Handlungsbogen. Man stelle sich Fist of the North Star und He-Man vor – gefiltert durch die Ästhetik eines Heavy-Metal-Musikvideos aus den 80ern.

Die Sprecherbesetzung ist mit talentierten Darstellerinnen und Darstellern gespickt, die ihren Rollen die nötige Energie verleihen. Besonders Kisho Taniyamas Leistung als Dark Schneider sticht hervor: Er verleiht der unberechenbaren Figur eine Mischung aus Charisma und Bedrohlichkeit, die Schneider gleichermaßen furchteinflößend und auf seltsame Weise liebenswert macht. Tomori Kusunoki (Tomori Kusunoki) stattet Tia Noto Yoko mit Wärme und Entschlossenheit aus, während 安元洋貴s Gara mit einer Prise schwarzem Humor dafür sorgt, dass sich die Serie selbst nicht zu ernst nimmt.

Was funktioniert

Bei den Kampfszenen läuft Bastard‼ zu echter Hochform auf. Regisseur Takaharu Ozaki inszeniert die Kämpfe mit einer dynamischen Wucht, die jede Auseinandersetzung wie das Finale eines Livekonzerts wirken lässt. Besonders Schneiders Kämpfe beeindrucken: Seine rohe Kraft und Unberechenbarkeit machen ihn zu einem faszinierenden Antihelden – selbst wenn seine Beweggründe oft im Nebel liegen. Auch der Humor funktioniert überraschend gut. Schneiders respektlose Art und die Absurdität seiner Situationen – etwa wenn er Dämonen zum Frühstück beschwört – lockern die Handlung auf, ohne die düsteren Momente der Serie zu entwerten.

Auch die Musik gehört zu den Höhepunkten. Eine Mischung aus orchestralen Klangwellen und mitreißenden Riffs treibt die Action an und unterstreicht die Heavy-Metal-Ästhetik der Serie. Der Soundtrack wirkt wie eine natürliche Erweiterung der Bildsprache und zieht das Publikum mitten hinein in Schneiders Welt.

Besonders hervorzuheben ist auch die Sprecherbesetzung. Kisho Taniyamas Leistung als Dark Schneider ist ein echtes Glanzstück: Mit einer Mischung aus Charisma und Bedrohlichkeit fängt er die unberechenbare Natur der Figur ein. Tomori Kusunoki verleiht Tia Noto Yoko Wärme und Entschlossenheit, während 安元洋貴s Gara mit einer Prise schwarzem Humor verhindert, dass sich die Serie zu ernst nimmt.

Dass die Serie ihre Einflüsse so unverhohlen aufgreift, ist zugleich ihre größte Stärke und ihre Achillesferse. Sie bedient sich reichlich bei Action-Anime der 80er, der Heavy-Metal-Kultur und den üblichen Fantasy-Motiven – das verleiht ihr nostalgischen Charme. Zugleich wirkt Bastard‼ dadurch bisweilen eher wie eine Ansammlung von Zitaten und Verbeugungen als wie eine Geschichte mit einer unverwechselbaren eigenen Stimme.

Themen und Ton

Bastard‼ weicht den Themen Zerstörung und Chaos nicht aus. Dark Schneider ist eine Naturgewalt und verkörpert die rohe Kraft und Unberechenbarkeit des Heavy Metal selbst. Die Serie setzt sich mit dem Gegensatz von Kontrolle und Anarchie auseinander und verwischt dabei immer wieder die Grenzen zwischen Heldentum und Schurkerei. Schneiders Entwicklung führt ihn ins Herz der Finsternis, ist aber zugleich ein Hoch auf die ungezügelte Freiheit.

Der Ton ist ein Balanceakt zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit. Einerseits kostet die Serie ihre Absurdität genüsslich aus: Schneiders maßlose Eskapaden und die fantastischen Elemente erschaffen eine Welt, die größer wirkt als das Leben. Andererseits gibt es Momente von echter emotionaler Tiefe – besonders in der Entwicklung von Tia Noto Yoko.

Vergleiche und Zielgruppe

Bastard‼ ist nicht für jeden etwas. Die Serie richtet sich an ein ganz bestimmtes Publikum: an Menschen, die mit den hemmungslosen Exzessen der Heavy-Metal-Kultur der 80er und düsteren Fantasy-Anime etwas anfangen können. Fans von Fist of the North Star, He-Man und Bands wie Iron Maiden kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Serie ist eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und zugleich eine Feier jener ungezügelten Energie, die diese Genres ausmacht.

Wer allerdings eine straff erzählte Handlung oder eine tiefgreifende Figurenentwicklung erwartet, könnte von Bastard‼ enttäuscht sein. Das Erzähltempo schwankt: Manche Folgen fühlen sich wie Füllmaterial an, andere sind so vollgepackt mit Action, dass man kaum folgen kann. Zudem geraten die Science-Fiction-Elemente gelegentlich mit dem düsteren Fantasyton aneinander – das sorgt für einen uneinheitlichen Eindruck, der irritieren kann.

Was nicht ganz gelingt

Die größte Schwäche der Serie ist ihre Identitätskrise. Bastard‼ bedient sich so großzügig bei Action-Anime der 80er, der Heavy-Metal-Kultur und den üblichen Fantasy-Motiven, dass das Ganze mitunter eher wie eine Persiflage als wie eine geschlossene Geschichte wirkt. Bisweilen erscheint die Serie mehr als Ansammlung von Zitaten und Verbeugungen denn als Erzählung mit einer unverwechselbaren eigenen Stimme.

Auch das Erzähltempo macht Probleme. Manche Folgen fühlen sich wie Füllmaterial an, bremsen den Schwung und lassen die Serie unausgewogen wirken. Die Science-Fiction-Elemente kollidieren gelegentlich mit dem düsteren Fantasyton – das sorgt für einen uneinheitlichen Eindruck, der irritieren kann.

Fazit

Bastard‼ ist ein Vergnügen mit schlechtem Gewissen: unausgereift, aber unbestreitbar unterhaltsam. Die Serie will keine Hochkunst sein, sondern eine Liebeserklärung an den Exzess der 80er – und darin geht ihr Vorhaben auf. Die Kämpfe sind mitreißend, die Musik passt perfekt, und die Sprecherinnen und Sprecher bringen die nötige Energie in ihre Rollen. Doch die Identitätskrise und das unausgewogene Erzähltempo halten die Serie davon ab, wirklich großartig zu sein.

Bastard‼ ist genau das Richtige für Fans überdrehter Action, einer Heavy-Metal-Ästhetik und düsterer Fantasy-Motive.

Besetzung

Fotos: The Movie Database (TMDB)

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