Kino

Louisa Krause verstärkt Apples Spionage-Thriller mit Dakota Fanning – noch ein Name für Alex Carys Serie

Liv Altman

Der Doppelagent, der sich in sein Ziel verliebt, ist einer der ältesten Motoren der Spionagefiktion – und genau diesen Register hat Alex Cary in Homeland und A Spy Among Friends perfektioniert. Das Aufschlussreichste an seinem noch unbetitelten Apple-TV-Thriller ist daher nicht die Logline, sondern das Ensemble, das Apple beständig um sie herum aufbaut. Louisa Krause ist die jüngste Darstellerin, die in Dakota Fannings Serie einsteigt – und ihr Engagement liest sich wie ein Statement des Studios, das auf Ensembledichte als Wertversprechen setzt, während es die Prämisse noch weitgehend unter Verschluss hält.

Wie Deadline zuerst berichtete, werden Details zu Krauses Rolle zurückgehalten. Was ihre Verpflichtung signalisiert, ist schwerer zu verbergen. Krause – die kühl-präzise Charakterdarstellerin aus The Girlfriend Experience und Ray Donovan – stößt zu einer Besetzung, die bereits mit Stellan Skarsgård, Daryl McCormack, Grace Gummer, Joely Richardson und Susan Kelechi Watson gespickt ist – eine Riege mit mehr Auszeichnungsprestige, als die meisten Miniserien über ihre gesamte Laufzeit vorweisen.

Fanning spielt die Hauptrolle als Undercover-Agentin des Finanzministeriums, die in einen milliardenschweren internationalen Konzern eingeschleust wird, dessen politische und kriminelle Tentakel fast überallhin reichen. Ihr Konflikt ist die romantisch-moralische Falle, die Cary so gut schreibt: Sie beginnt zu glauben, dass ihr eigentliches Ziel – der Thronfolger all dieser korrupten Macht – im Kern ein guter Mensch ist, der ihre Liebe verdient. Es ist Homelands Carrie-und-Brody-Schaltkreis, neu aufgebaut für das Zeitalter des Familien-Imperiums.

Das Prestige hinter der Kamera steht dem vor ihr in nichts nach. Cary, ein Emmy-Preisträger, hat die Serie entwickelt und fungiert als Showrunner im Rahmen seines Sony-Pictures-Television-Gesamtvertrags über FLW Productions; Kari Skogland, deren Credits von The Handmaid’s Tale bis The Loudest Voice reichen, führt Regie. Fanning ist Executive Producerin, zusammen mit einem Produzententeam, das das Projekt ungewöhnlich nah an der Heimat hält.

Zu diesem Team gehören Elle Fanning, die über Lewellen Pictures mit Brittany Kahan Ward als Executive Producerin fungiert, sowie Julie Gardner von Bad Wolf America, mit Sony Pictures Television und FLW als Produktionsfirmen. Apple bestellte die Serie zu Jahresbeginn, und seitdem läuft das Casting stetig auf ein Produktionsfenster zu, das das Unternehmen öffentlich nicht datiert hat.

Für eine Serie, die noch keinen Titel hat, ist das der Fingerzeig: Apple verkauft noch keinen Haken, es verkauft einen Raum – einen Prestige-Signatur nach der anderen, bis das Ensemble selbst zum Pitch wird.

Schlagwörter: , , , , ,

Diskussion

Es gibt 0 Kommentare.