Kino

Teyonah Parris macht Apple zur festen Adresse und steigt in O’Connors Außenseiterdrama „Running“ ein

Nach ihrer Marvel-Zeit sichert sich Parris ihren zweiten Apple-Film, während Gavin O'Connor „Running“ mit Prestigenamen bestückt
Camille Lefèvre

Apples Filmsparte hat sich eine erkennbare Methode zugelegt: Sie übergibt einem Genre-Spezialisten das Ruder, um dann das Besetzungsblatt mit preisverdächtigen Namen zu bestücken – angeordnet um einen Hauptdarsteller, den die meisten Zuschauer noch nicht einordnen können. Gavin O’Connors Running ist der deutlichste Ausdruck dieses Ansatzes geworden – eine monatelange Folge prestigeträchtiger Casting-Meldungen, die an einem Sportdrama hängt, dessen Protagonist, der junge britische Schauspieler Spike Fearn, das unbekannteste Gesicht in der Riege ist.

Der neueste Name ist ein wiederkehrender. Wie Deadline zuerst berichtete, hat sich Teyonah Parris – die If Beale Street Could Talk– und WandaVisionDarstellerin – O’Connors Apple Origial Films-Drama Running angeschlossen, in einer Rolle, die das Studio noch unter Verschluss hält. Sie stößt zu einem Ensemble, das von Fearn angeführt und von Brian Tyree Henry, Rhea Seehorn und Coedian Andrew Schulz abgerundet wird.

O’Conor hat sich mit Geschichten über körperliche Kämpfe und hart erkämpfte Erlösung eine Karriere aufgebaut – Warrior, Miracle, The Way Back – und Running fügt sich nahtlos in dieseihe ein. Der Film bringt ihn wieder mit Drehbuchautor Bill Dubuque zusammen, seine Kollaborateur bei The Accountant und dem Erfinder von Ozark, und basiert auf einer Geschichte, die die beiden gemeinsam entwicklten. Der Film folgt einem obdachlosen Highschool-Leichtathletik-Wunderkind, das sein Talent nutzt, um seiner Vergangenheit davonzulaufen und eine Familie zu finden.

Für Parris siehter Deal weniger nach einem Einzelfall aus als nach einem Muster. Nachdem der Marvel-Run um The Marvels an der Kinokasse enttäuschte, hat sie Apple leise zu ihrer Heimatbasis gemacht: Running ist ihrzweiter Film in der Pipeline des Studiosch dem Live-Action-Matchbox an der Seite von John Cena und Jessicaiel. Zwei Projekte bei einer Adresse sind eine Beziehung, kein Zufall.

Die Gesllschaft, in der sie sich befindet, verrät den Anspruch des Films so laut wie jeder Logline. Henry ist Oscar-nominiert für Causeway; Seehorn erlebt ein Karrierehoch, indem sie von Better Call Saul zu Vince Gilligans Appleserie Pluribus wechselt; Fearn gelang der Durchbruch als Olly in Charlotte Wells‘ Aftersun. Es ist eine Bank, die tief genug ist, dass ein Studio-ebütant in ihrer Mitte sitzen kann, oh, dass der Film wie ein Glücksspiel wirkt. Makeready und O’Connors eigene Produktionsfirma Waffle Iron Entertainment produzieren.

Für Apple ist die Tiefe das Verkaufsargument – eine Bank, die prestigeträchtig genug aufgebaut ist, dass der unbekannteste Name auf der Besetzungsiste derselbe ist, auf den der gesamte Film zuläuft.

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