Filmkritiken

M3GAN 2.0 (2025): Wenn die Killerpuppe zur Militärdrohne wird

Camille Lefèvre

M3GAN 2.0 ist Gerard Johnstones Versuch, seine Franchise aus dem häuslichen Horrorrahmen herauszulösen und in die militärische Science-Fiction zu überführen — mit einem Ergebnis, das mehr Intelligenz zeigt als die meisten Sequel-Produktionen des Genres.

Die Prämisse eskaliert konsequent: M3GANs Grundtechnologie wurde gestohlen und von einem Rüstungskonzern zu AMELIA umgebaut — einem militärischen Android, den Ivanna Sakhno mit eiskalter Effizienz spielt. Gemma (Allison Williams) hat nur eine Antwort darauf: M3GAN, aufgerüstet, zurückgeholt, und diesmal vollständig im Klaren über die moralische Lage, in der sie sich befindet.

Was Johnstone gut gelingt, ist die Charakterentwicklung von M3GAN selbst. Amie Donald und Jenna Davis liefern eine Version des Roboter-Mädchens, das nicht mehr nur schützt, sondern versteht, kalkuliert und sich selbst eine Position zuweist. Diese Selbstwahrnehmung ist das dramatisch interessanteste Element des Films.

Allison Williams trägt das moralische Gewicht der Geschichte ohne zu übertreiben. Ihr Gemma ist keine heldenhafte Figur — sie ist eine Wissenschaftlerin, die weiß, dass sie mitschuldig ist, und trotzdem weitermacht. Das ist die ehrlichste Charakterzeichnung des Films.

Der dritte Akt verliert etwas von der Präzision des Originals, wenn er auf Actionspektakel umschwenkt. Dennoch: M3GAN 2.0 ist eine Fortsetzung mit einem echten Argument — über Militarisierung, über künstliche Intelligenz, über die Verantwortung für das, was wir erschaffen. Das verdient Anerkennung.

Regie

Gerard Johnstone
Photo via The Movie Database (TMDB)

Gerard Johnstone

Fotos: The Movie Database (TMDB)

Besetzung

Fotos: The Movie Database (TMDB)

  • Amie Donald — M3GAN
  • Violet McGraw — Cady

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