Filmkritiken

Liftoff – Mit dir zum Mars: eine Sci-Fi-Romanze mit starkem Start und schwachem Ende

Molly Se-kyung

Liftoff — Mit dir zum Mars (2022) beginnt mit der präzisesten Einstellung des ganzen Films: die zitternden Hände eines Baristas beim Kaffeegießen. In diesem Moment weiß Regisseur Christopher Winterbauer genau, was er tut. Das Problem ist, dass er dieses Wissen für den Rest des Films beiseitelegt.

2049: Mars ist ein reguläres Reiseziel geworden, erschwinglich für alle, die sich ein Ticket leisten können. Walt (Cole Sprouse) ist Barista mit einer Freundin auf dem Mars und keinem Geld, um dorthin zu kommen. Sophie (Lana Condor) hat einen Freund auf dem Mars und ein Ticket, das sie nicht teilen möchte. Die Lösung: gemeinsam als blinde Passagiere. Was folgt, verbindet leichte Science-Fiction, romantische Komödie und einen Running Gag mit einem schwebenden Chipsbeutel.

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Winterbauers Regie hat Momente echter Präzision. Die Farbgebung ist durchdacht: klinische Weiß- und Blautöne im Raumschiff, warme Erdtöne auf der Erde. Dieser Kontrast transportiert die zentrale Spannung besser als jeder Dialog. Zach Braff stiehlt als Tech-Magnat Leon Kovi jede Szene, in der er auftaucht. Michelle Buteau setzt die komödiantischen Akzente mit chirurgischer Präzision.

Sprouse und Condor tragen mehr als das Drehbuch verdient. Er ist stark in seiner leisen Verzweiflung — die Stimme bricht genau dann, wenn sie soll. Sie balanciert Sophies Intelligenz und Impulsivität mit einer Leichtigkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Die Chemie zwischen beiden bleibt das Stärkste des Films.

Liftoff scheitert dort, wo Filme dieser Art oft scheitern: wenn er zu viele Genres gleichzeitig bedienen will. Die Romanze bleibt unterentwickelt. Die Witze um Mason Goodings Figur wiederholen sich zu oft. Das dritte Akt häuft unnötige Wendungen an, die die Kohärenz zerstören, die die beiden Hauptdarsteller in einer Stunde aufgebaut haben. Winterbauer gibt seine Eröffnungspräzision genau dann auf, wenn der Film sie am meisten braucht.

Liftoff — Mit dir zum Mars wollte über Liebe und Opferbereitschaft sprechen. Er traut sich nie, das wirklich anzugehen. Was bleibt, ist ein angenehmer Streaming-Film, der fast vollständig auf den Schultern zweier Hauptdarsteller ruht, die aus wenig viel machen.

Regie

Christopher Winterbauer
Photo via The Movie Database (TMDB)

Christopher Winterbauer

Fotos: The Movie Database (TMDB)

Besetzung

Fotos: The Movie Database (TMDB)

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