Kino

Nick Kroll über seinen Dreh in Los Angeles: „Es fühlt sich an, als ginge es um die Menschen, die in Los Angeles leben“

Veronica Loop
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Nick Kroll hat sich seine gesamte Karriere in Los Angeles aufgebaut – die Sketch-Bühnen, die Autorenzimmer, die Studios, die aus einem Live-Comedian eine Franchise-Maschine machten. Als man ihn fragte, warum seine neue Netflix-Comedy unbedingt in der Stadt gedreht werden musste, die sie zeigt, übersprang er die politische Sprache und griff nach dem einfachsten Grund, den ein arbeitender Künstler nennen kann.

Als er als Keynote-Redner auf dem Variety Entertainment & Technology Summit die Bühne betrat, fasste der Schauspieler und Produzent das gesamte Argument für den Erhalt der Kameras in Los Angeles in eine fast beiläufige Zeile über Zugehörigkeit zusammen:

„Es fühlt sich an, als ginge es um Menschen, die in Los Angeles leben. Ich lebe hier seit fast 20 Jahren.“

Die Zeile ist wichtig, weil sie gegen eine Industrie ankommt, die jahrelang mit den Füßen abgestimmt hat. Die Produktion ist aus der Stadt geflohen, die sie erfunden hat, auf der Jagd nach billigeren Arbeitskräften und fetteren Zuschüssen nach Atlanta, Vancouver, Budapest und London; Tonbühnen blieben dunkel und Crews saßen untätig, während die Arbeit woanders hinging. Kalifornien reagierte mit einer starken Ausweitung seiner Film- und Fernsehsteuergutschrift, und Krolls „A Hundred Percent“ – gemeinsam mit Gabe Liedman entwickelt, mit Sam Richardson, Jason Mantzoukas und Vanessa Bayer – wurde zu einer der Serien, die sich entschieden zu bleiben.

Was das Zitat über Kroll verrät, ist, dass er sich weigert, den Punkt als Buchhalter zu argumentieren. Er stellt die Entscheidung als Authentizität dar, nicht als Arithmetik: Eine Geschichte über Angelenos sollte von Angelenos gemacht werden, auf den Straßen, auf denen sie tatsächlich leben. Von jemandem, der fast zwei Jahrzehnte hier verbracht hat, liest es sich weniger wie ein Pitch denn wie ein Geständnis – die Stadt ist keine Kulisse, die er gemietet hat, sondern das Material.

Und doch ist ein herzlicher Appell strukturell immer noch ein Argument – und er kommt genau dann, wenn die Subventionsdebatte am lautesten ist. Steuergutschriften sind öffentliches Geld, und die warme Rhetorik neigt dazu, die härtere Frage zu überspringen, wem die Subvention letztlich dient: den Below-the-Line-Crews, die ein ausgelastetes Studiogelände beschäftigt hält, oder den Streamern und Studios, die den Anreiz hier einstreichen und den nächsten woanders günstiger einstreichen können, sobald sich die Rechnung ändert. Krolls Aufrichtigkeit steht außer Zweifel. Sie löst diese Arithmetik auch nicht.

Das ist die Spannung unter dem Plädoyer. Eine Stadt kann nicht von Liebesbriefen leben, und Wohlwollen hat noch nie eine Produktion gegen ein besseres Angebot an Ort und Stelle gehalten. Aber wenn genug dieser Briefe mit einem Dreh ankommen – einer vollen Crew, einem echten Budget, einem Sommer voller Arbeit – dann könnte Kroll auf das einzige Argument gestoßen sein, das tatsächlich Leben zurückbringt.

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