Kino

„Buddy“: Casper Kellys Killer-Einhorn-Parodie beschert Roadside den besten Start seit der Pandemie

Das Regiedebüt des „Too Many Cooks“-Machers Casper Kelly stürmte auf Platz 6 und lieferte den größten Start in der Geschichte von Saban Films — vor einem Publikum, das zu 83 % unter 35 ist.
Jun Satō

Casper Kelly war ein Jahrzehnt lang der Schutzpatron des digitalen Unbehagens – der Kopf hinter Adult Swims Too Many Cooks, jener elfminütigen Sitcom-Parodie, die sich in einen Serienkiller-Albtraum verwandelte und zum Creepypasta-Kult wurde. Sein Spielfilmdebüt setzt darauf, dass das Publikum, das mit diesem unbehaglichen Register aufgewachsen ist, nun ein Kinoticket kauft statt nur einen Stream – und die Wette ging so auf, wie es der Spezialvertrieb fast nie sieht.

Buddy, eine R-Rated-Parodie um ein riesiges orangefarbenes Einhorn – den wahnsinnigen Moderator einer surrealen Kindershow der 90er, gesprochen von Keegan-Michael Key – kämpfte sich auf Platz 6 und verdoppelte damit in etwa die eigenen Vorhersagen vor dem Wochenende. Für Roadside Attractions war es der größte Start seit der Pandemie; für den Co-Verleiher Saban Films war es der größte Start in der Geschichte des Unternehmens.

Wie Deadline in seiner Spezial-Boxoffice-Kolumne erstmals berichtete, ist das Publikum auffallend jung: 83 % unter 35 – die Zielgruppe, von der Studios immer behaupten, sie würde nicht von der Couch aufstehen. Kelly bestückte den Film mit einer ernsthaften Prestigebesetzung, darunter Cristin Milioti, Topher Grace, Michael Shannon und Patton Oswalt, und verließ sich auf die Marketinginstinkte des Teams hinter Weapons, dem Überraschungshit des letzten Jahres im Horrorgenre.

Das Ergebnis verändert die Sicht darauf, was ein Mid-Budget-Genre-Experiment außerhalb des Studiosystems leisten kann. Roadside baute seinen Ruf auf Prestige und glaubensbasierten Filmen auf; Saban auf Genre-Zukäufen, die normalerweise auf VOD landen. Buddy sprengt diese Grenze, verwandelt eine aus dem Internet stammende Horrorkomödie in ein Kinoereignis und legt nahe, dass die Nische noch einen Puls hat, den die großen Major-Studios einfach nicht finden.

Die Zahlen unterstreichen es: geschätzte 5,4 Millionen Dollar auf 1.258 Leinwänden, gegenüber Prognosen vor dem Wochenende von rund 2,5 Millionen Dollar. Für Roadside liegt der Film nur hinter I Can Only Imagine, dem Glaubensdrama von 2018, das mit 17 Millionen Dollar startete – ein ganz anderer Film für ein ganz anderes Publikum, was genau den Punkt verdeutlicht.

Eine Parodie über ein geliebtes Kindermaskottchen, das wild geworden ist, hat gerade die meisten polierten Studio-Hoffnungen der Saison übertroffen – ein Beweis dafür, dass die sicherste Kinowette vielleicht die ist, die als böser Traum im Spätabendprogramm begann.

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