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Fünf Jahre später: Bad Waitress kehren mit einem Liebeslied zurück, dem man besser nicht zu nah kommt

Alice Lange

Bad Waitress hat die letzten fünf Jahre auf eine Weise geschwiegen, die in der Regel etwas hervorbringt, auf das es sich zu warten lohnt. Seit ihrem Longplayer No Taste von 2021 — der ihren Toronto-Punk in dichtere, wütendere Gefilde trieb — war das Quartett weitgehend vom Radar verschwunden: keine Singles, keine Tournee, nur die langsame Anhäufung eines Albums. Jetzt sind sie zurück. Das Erste, was man hört, ist ein Liebeslied. Nur keines, dem man trauen würde.

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„Lovin’ Kind“ ist die Lead-Single von In The Hollow, dem bald erscheinenden zweiten Longplayer der Band bei Stomp Records. Selbst produziert und mit Ingenieur Josh Korody im Wychwood Sound in Toronto aufgenommen, erscheint sie mit einem Musikvideo und dem Start der Vorbestellungen. Der Song nimmt eine romantische Prämisse und macht sie unmittelbar zur Bedrohung. „Tell you I love you / then destroy you“, singt Kali-Ann Butala und navigiert durch Anziehung, Groll und den Impuls zur Selbstzerstörung in weniger als zweieinhalb Minuten. Die Band — Butala, Katelyn Molgard, Moon und Nicole Cain — verwebt Melodie und Bedrohung in gleichem Maße, Gitarren kratzen gegen einen gnadenlosen Rhythmusteil. Im Chorus klingt „I’m not the lovin’ kind“ weniger wie ein Geständnis als wie eine Warnung, ausgesprochen im vollen Bewusstsein dessen, was als Nächstes kommt.

In The Hollow, das am 30. Oktober erscheint, entstand aus einer Periode der Isolation, die jedes Bandmitglied anders berührte. In der Ankündigung beschreibt Bad Waitress, wie sie alte Erinnerungen und Beziehungen aus der Perspektive des Verändert-Seins revisitiert haben — frühere Versionen von sich selbst aus der Distanz begegnend. Teile der Bildsprache schöpfen aus den Nordwest-Territorien und dem Pazifischen Nordwesten, Orte, an denen Bandmitglieder aufgewachsen sind, wo dunkle Wälder, weite Wildnis und eine Art karger Mystizismus ihnen eine Sprache für das innere Terrain gaben, das das Album kartiert. Für eine Band, deren Musik immer auf Konfrontation beruhte, ist es passend, diese Energie nach innen zu wenden.

Bad Waitress hat sich ihren Namen im Punk-Underground von Toronto erarbeitet, wo der Abstand zwischen Band und Publikum meist in Zentimetern gemessen wird. Nach dem Debüt mit der EP Party Bangers: Volume 1 im Jahr 2018 und der Entwicklung in schwerere Gefilde mit No Taste drei Jahre später haben sie Bühnen mit Fucked Up, L7, Rise Against, Wolf Parade und The Bronx geteilt und Vergleiche mit Yeah Yeah Yeahs, METZ, Fugazi und Babes In Toyland eingeheimst. New Noise Magazine bezeichnete ihre Musik als „totalen Punk-Angriff“; Exclaim! sprach von „einer neuen Art von Wut“. In The Hollow deutet darauf hin, dass sich die Natur dieser Wut weiterhin verändert.

„Lovin’ Kind“ ist jetzt auf allen Plattformen erhältlich. In The Hollow erscheint am 30. Oktober via Stomp Records; Vorbestellungen und Merchandise sind unter linktr.ee/badwaitressband verfügbar.

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