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Alpha Nomos: Roguelite, in dem der Beat das Gesetz ist, nennt Termin für PC, PS5 und Xbox

Das Debüt von RibCage Games gibt Cello live eingespielte Instrumente und einen Score von Totem Warriors mit auf den Weg
Cassian Vale
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Die meisten Rhythmusspiele reichen einem einen Song und verlangen, dass man mithält. Eine kleinere Traditionslinie, von Crypt of the NecroDancer bis Hi-Fi Rush, macht die Musik zur Uhr, nach der die ganze Welt tickt. Alpha Nomos, das erste kommerzielle Spiel des unabhängigen Studios RibCage Games, treibt diese Idee bis in die Fiktion: In Cellos Welt ist Musik das Gesetz, und etwas hat sie zum Schweigen gebracht. Gegründet wurde das Studio von vier Entwicklern, die dem Mobile Gaming den Rücken kehrten, um die Art von PC-Spielen zu machen, mit denen sie aufgewachsen sind. Ihre These fassen sie in einem Satz zusammen: Musik ist kein Hintergrundtrack, sondern das Regelwerk.

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Dieses Regelwerk ist streng. Alpha Nomos ist ein Rhythm-Action-Roguelite, in dem jeder Angriff, jedes Ausweichen und jede Fähigkeit nur wirkt, wenn sie im Takt gespielt wird, und Treffer auf dem Beat härter zuschlagen. Ein Run ist ein Aufstieg durch Arena um Arena voller verdorbener Puppen. Wer einen Raum räumt, wählt Upgrades, die den nächsten Abschnitt prägen; wer fällt, beendet den Run, nimmt aber einen Teil des Aufgebauten in den nächsten Versuch mit. Wer mitten im Kampf aus dem Tempo gerät, dem kann ein Raum, wie das Studio es formuliert, innerhalb einer Sekunde entgleiten.

Cello fights corrupted puppets, including a top-hatted ringmaster, in Alpha Nomos
Image: RibCage Games

Die interessanteren Entscheidungen liegen im Sounddesign. Cello kämpft mit Instrumenten als Waffen, und jedes davon wurde live im Studio aufgenommen statt aus einer Sample-Bibliothek gezogen, hinter jedem Schlag steckt also ein echter Musiker. Dazu kommen sieben Audio-Powerups, darunter Reverb, Flanger und Delay, die verändern, wie sich Cello bewegt und wie der Soundtrack dabei klingt. Eine hübsche Umkehrung: Das Effektgerät wird zum Skillbaum. Der Score selbst stammt von Totem Warriors, live eingespielt und so gebaut, dass er in den Rhythmussystemen des Spiels sitzt, statt darüberzuliegen.

RibCage nennt seine Bildsprache Puppetcore: verlassene Städte, ein verdorbener Zirkus, Clownsgesichter und Gegner, zusammengenäht aus Dingen, die einmal ganz waren. Unter dem Kampf läuft ein schlichtes Rätsel, dem Cello von Anfang an nachjagt: Was hat die Musik zum Schweigen gebracht, und was ist aus ihren Freunden geworden? Emil Lager, CTO von RibCage Games, beschreibt das ganze Projekt als Akt des Vertrauens. In der Ankündigung sagt er, das Team habe die Spieler das gesamte Projekt über gebeten zu vertrauen, „dass Rhythmus ein ganzes Spiel tragen kann, statt nur obenauf zu sitzen“.

Cello approaches a brass instrument weapon on a pedestal in Alpha Nomos
Image: RibCage Games

Das Studio hat außerdem einen Timing-Offset eingebaut: Wer mit strengen Rhythmusfenstern kämpft, kann das Spiel so abstimmen, dass es sich lohnend statt bestrafend anfühlt, ein wichtiges Zugeständnis in einem Genre, das oft über Reflexe aussiebt. Alpha Nomos erscheint am 12. Oktober für PC über Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X|S; ein Release-Date-Trailer ist bereits online, eine kostenlose Demo auf Steam schon spielbar.

Ob ein vollwertiges Roguelite sein Tempo über Dutzende Runs hält, wird der 12. Oktober beantworten. Vorerst ist der Pitch klar genug: ein Spiel, das will, dass man zuhört, bevor man zuschlägt.

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