Kino

Leah Remini steigt bei ‚The Real Housewives of Beverly Hills‘ ein — Bravos riskantester Neuzugang seit Jahren

Liv Altman

Es gibt eine bestimmte Art von Fernsehpersönlichkeit, die eine Karriere damit verbringt, zu lernen, ihre Marke zu treffen, und die nächste damit, sich zu weigern. Leah Remini ist diese Persönlichkeit, und die Nachricht, dass sie zu The Real Housewives of Beverly Hills stößt, kommt mit mehr Spannung an als der übliche Casting-Wechsel – denn sie begibt sich bewusst in das am strengsten inszenierte Format des amerikanischen Fernsehens, eine Maschine, die gebaut wurde, um Künstlichkeit wie Aufrichtigkeit aussehen zu lassen.

Die offensichtliche Version dieser Geschichte schreibt sich von selbst, und jeder schreibt sie bereits: Der King of Queens-Star wird ‚Leute zusammenstauchen‘, Carrie Heffernan kommt zu Bravo, schnallt euch an. Eine unterhaltsame Lektüre, die aber am Punkt vorbeigeht. Remini ist keine Sitcom-Veteranin, die einen Reality-Scheck einlöst. Sie ist der eine Name in diesem Cast, dessen gesamter zweiter Akt darauf aufbaut, sich zu weigern, die genehmigte Zeile zu sagen – und Beverly Hills ist eine Show, die fast nur aus genehmigten Zeilen besteht.

Betrachten Sie den Bogen, denn der Bogen ist die Geschichte. Remini begann als die witzelnde Ehefrau, der Sidekick, der zur Hauptfigur geschliffen wurde, eine Frau, die sehr gut darin war, das Drehbuch eines anderen zu liefern. Dann verließ sie die Church of Scientology und verwandelte die zweite Hälfte ihrer Karriere in einen Akt institutioneller Untersuchung, indem sie eine Doku-Serie moderierte, die eine kontrollierte Erzählung als etwas behandelte, das vor der Kamera aufgebrochen werden muss. Sie gewann dafür einen Emmy, zweimal. Das ist kein Lebenslauf, der auf Unterwürfigkeit gegenüber einem Produzenten schließen lässt, der ins Ohr flüstert.

Die Franchise ihrerseits könnte genau diese Reibung gebrauchen. Ein Reality-Format, das so tief in seiner Laufzeit steckt, überlebt, indem es regelmäßig einen Außenseiter importiert, der die Regeln noch nicht kennt – den Neuling, der beim falschen Abendessen die falsche Frage stellt und den Lack knackt. Bravo hat diesen Spielzug schon oft durchgeführt. Selten hat man einen Rekruten verpflichtet, der derart konstitutionell allergisch gegen den Lack selbst ist.

Das ist die eigentliche Wette, und sie geht in beide Richtungen. Entweder die Maschine tut, was sie immer tut – absorbiert die Störenfriedin, schleift sie zu einer ‚Persönlichkeit‘, verwandelt ihre Skepsis in einen wiederkehrenden Gag – oder Remini macht mit dem Format, was sie einst mit einem weitaus größeren Ziel gemacht hat: die Produktion selbst zum Gegenstand machen, sich weigern, so zu tun, als seien die Tränen unproduziert, die Künstlichkeit von innen heraus kommentieren. Das eine Ergebnis ist Content. Das andere ist das Interessanteste, was dieser Show seit Langem passiert ist. Bravo muss wissen, welches man da eingestellt hat.

Sie stößt als festes Cast-Mitglied dazu, und sie kommt spät – die Produktion lief bereits, als ihr Name auftauchte, und sie sollte innerhalb weniger Tage nach der Bestätigung mit den Dreharbeiten beginnen. Zum wiederkehrenden Kern gehören Kyle Richards, Erika Girardi, Dorit Kemsley, Sutton Stracke, Bozoma Saint John und Rachel Zoe, mit Kathy Hilton und Jennifer Tilly als Freundinnen des Casts; die ehemalige Million Dollar Listing-Maklerin Tracy Tutor kommt als weiterer Neuzugang hinzu, während Amanda Francis nach der vorherigen Staffel ausgestiegen ist. Remini selbst bestätigte den Schritt so, wie diese Dinge heutzutage bestätigt werden – ein Foto, zwei Worte: ‚It’s true.‘

Die Kamera, die sie einst auf eine Institution richtete, wird nun auf sie gerichtet sein, in einer der am meisten einstudierten Institutionen des Kabelfernsehens. Die Frage war nie, ob Leah Remini Beverly Hills überleben kann. Sondern ob Beverly Hills zu Ende gedacht hat, was es bedeutet, einer Frau ein Mikrofon zu geben, die ihren Namen damit gemacht hat, sich zu weigern, vom Kärtchen abzulesen.

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