Kino

NBC lässt Taylor Schilling nicht ziehen und schreibt ‚What the Dead Know‘ lieber um, als abzusagen

Der Sender verlängert seine Option auf den 'Orange Is the New Black'-Star und tauscht den Autor aus: Das Kapital sind Schilling und die Memoiren einer echten Todesermittlerin, nicht der Pilot
Liv Altman

Der Network-Pilot — das jährliche Ritual, eine einzelne Episode zu drehen, zu testen und die meisten still zu beerdigen — verblasst seit einem Jahrzehnt, verdrängt von Direktbestellungen ganzer Staffeln und der offenen Entwicklung des Streamings. Verzichtet ein Sender also darauf, einen Piloten weiterzuführen, ist das Projekt meist tot. Wie NBC mit What the Dead Know umgeht, ist die aufschlussreiche Ausnahme: Statt den Titel verfallen zu lassen, hat der Sender seine Hauptdarstellerin unter Option gehalten und das Krimi-Procedural zurück in die Entwicklung geschickt. Das Signal lautet, dass NBC den Wert im Star und in der Prämisse sieht, nicht im Drehbuch, das nicht ganz zündete.

Im Zentrum steht Taylor Schilling, deren sieben Staffeln an der Spitze von Orange Is the New Black Netflix eine seiner ersten prägenden Eigenproduktionen bescherten. Wie Deadline zuerst berichtete, sagte NBC What the Dead Know ab, als der Sender vier seiner acht 2026er-Piloten weiterführte; die Führung bewertete Schilling in den Sichtungen jedoch stark und verlängerte ihre Option, bevor sie auslief. Ein neuer Autor wird verpflichtet, um das Projekt mit weiterhin gebundener Schilling neu zu entwickeln.

Die Vorlage ist keine Fiktion, sondern eine Memoir. What the Dead Know adaptiert das Buch von Barbara Butcher, einer früheren Todesermittlerin aus New York City, die als Co-Executive-Producer an Bord bleibt. Diese True-Crime-Herkunft ist ein Magnet für den Produzenten dahinter — Dick Wolf, dessen Wolf Entertainment die Maschinerien von Law & Order und Chicago auf der Autorität des Procedurals aufbaute. Gemeinsam mit Universal Television entwickelt, war der Pilot als Begleitstück zu Law & Order: Special Victims Unit gedacht und stellte eine Todesermittlerin neben NBCs langlebigste Dramamarke.

Den Autor zu wechseln und dabei den Star zu schützen ist ein vertrautes Wolf-Manöver: die franchisefähigen Elemente sichern — eine beglaubigte reale Figur, eine wiedererkennbare Hauptrolle — und das Drehbuch als die Variable behandeln. Beth Rinehart schrieb den Originalpiloten; die Suche nach einer Nachfolge läuft, und die überarbeitete Fassung soll für eine Direktbestellung als Serie im Rennen sein — genau jene Abkürzung, die den klassischen Piloten überhaupt erst überflüssig machte.

Die Produzentenbank bleibt tief besetzt, mit Wolf, Tom Thayer und Peter Jankowski unter jenen, die durch die Neufassung getragen werden. Für Schilling ist es ein seltenes zweites Leben: Die meisten Piloten, die den Schnitt verpassen, verschwinden einfach, doch NBC hat entschieden, dass die Schauspielerin, die eine Todesermittlerin überzeugend spielen kann, es wert ist, in den Büchern zu bleiben, während der Sender jemanden sucht, der ihr einen schärferen Fall schreibt.

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