Musik

YOASOBI veröffentlicht sein erstes Tokyo-Dome-Konzert als Livealbum mit 27 Songs

Alice Lange
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YOASOBI hat den Abend im Tokyo Dome auf Album festgehalten. Das Duo aus Produzent Ayase und Sängerin ikura veröffentlicht das komplette Konzert von Chō-genjitsu („Surrealismus“), der Show zum fünften Bandjubiläum, mit der die beiden erstmals in den großen Stadien auftraten. Das digitale Livealbum reicht vom Eröffnungsvideo bis zur letzten Zugabe. Fast zwei Stunden lang treffen Songs, die auf Geschichten basieren, auf den Klang eines Stadionpublikums.

Für ein Duo, das einst damit begann, Online-Fiktion in Musik zu verwandeln, bedeuteten die Dome-Konzerte einen Sprung in eine neue Größenordnung. YOASOBI spielte zwei Abende im Kyocera Dome Osaka und zwei im Tokyo Dome. In der Kritik von Billboard Japan wurde dieser als der Ort bezeichnet, den das Duo schon lange hatte erreichen wollen. Das Album enthält die Aufnahme aus Tokio.

Die Titelliste folgt der Reihenfolge des Konzerts in Tokio. Den Auftakt macht „Opening“, ein Videobeitrag, der Aufnahmen früherer YOASOBI-Konzerte zusammenführt, bevor eine Stimme das Publikum „in der surrealen Welt“ willkommen heißt. Direkt danach folgen „Seventeen“, „Shukufuku“ und „Kaibutsu“. „Idol“, das Titellied von Oshi no Ko, das die Spitze der Billboard Global Excl. US-Charts erreichte, steht in der Mitte des Sets zwischen „Sangenshoku“ und „Monotone“ – genau wie in Tokio. In Osaka kam der Song erst gegen Ende.

Was auf der Bühne geschah, lässt sich mit Audio nicht einfangen: die Klauen und Augen eines riesigen Monsters, die durch die LED-Wände brechen, die Feuersäulen, „Loveletter“, gesungen aus einem Heißluftballon, „Adventure“ in Wagen, die von der Bühne rollten, und die Kindertänzer bei „Tsubame“. Bewahrt hat das Album dagegen die ruhigeren Momente der zweiten Hälfte, darunter „Yūsha“, das Titellied von Frieren, eine A-cappella-Version von „Ano Yume o Nazotte“ und „Band Session“, ein Stück, das den Livemusikern gehört.

Am persönlichsten wird das Album bei der Zugabe. Für „Butai ni Tatte“ greift ikura zur E-Gitarre, und mit „Yoru ni Kakeru“, der Debütsingle, mit der YOASOBI seinen Anfang nahm, geht der Abend zu Ende. Den Titel Chō-genjitsu verstand das Duo als Rückblick auf fünf Jahre, die ihm unwirklich erschienen waren, und als Versprechen, etwas Ungewöhnliches in die Gegenwart zu holen.

Die Tournee begann am 26. und 27. Oktober 2024 im Kyocera Dome Osaka und endete am 9. und 10. November im Tokyo Dome. Insgesamt kamen zu den vier Konzerten 170.000 Menschen, berichtete Nikkan Sports. Ein Konzertfilm des letzten Abends in Tokio, inszeniert von Junichi Hirayama, kam am 21. Februar 2025 in die japanischen Kinos. Das Livealbum erschien am 4. November 2026 unter dem vollständigen Titel YOASOBI 5th ANNIVERSARY DOME LIVE 2024 „Chō-genjitsu“ at TOKYO DOME. Es umfasst 27 Titel und dauert rund 110 Minuten.

Das Album erscheint drei Wochen nach „Sakihokore“, YOASOBIs Titellied für NHKs Morgendrama Blossom, und reiht die Dome-Ära neben THE BOOK for ein, der vierten EP aus der literarischen Reihe des Duos.

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