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Brick Night sperrt deine Apps, sobald dein Handy ins Schlafzimmer kommt

Adrian Kessler
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Brick Night sperrt die Apps deiner Wahl, sobald dein Smartphone ins Schlafzimmer kommt – ganz ohne Tippen, Knopfdruck oder daran denken zu müssen. Brick, das Unternehmen hinter dem kleinen Puck, der ablenkende Apps sperrt, bis du dein Smartphone erneut daran hältst, hat ein zweites Gerät entwickelt. Es richtet sich gegen das Scrollen im Bett. Die Idee dahinter: Nicht die Willenskraft, sondern der Raum soll bestimmen, wann die Feeds verstummen.

Das verändert die Routine stärker, als es zunächst klingt. Beim ursprünglichen Brick musst du dich jedes Mal selbst dafür entscheiden, den Zugriff zu sperren. Brick Night steht auf dem Nachttisch und arbeitet im Hintergrund: Während der von dir festgelegten Zeiten gehst du ins Zimmer, und die ausgewählten Apps lassen sich nicht mehr öffnen. Verlässt du den Raum oder endet das Zeitfenster, sind sie wieder verfügbar. Wie The Verge schreibt, erfolgt die Sperre automatisch – ein zusätzlicher Schritt in deiner gewohnten Abendroutine entfällt also.

Das Gerät kostet 129 Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie der ursprüngliche Brick für 59 Dollar. Es muss weder aufgeladen werden noch benötigt es WLAN. Stattdessen läuft es mit zwei Knopfzellen des Typs CR2477, die im Lieferumfang enthalten sind. Mit seinen Maßen von 73 × 73 × 45 Millimetern ist es etwa so groß wie ein Getränkeuntersetzer. Bei der Einrichtung kalibrierst du einen Bereich von bis zu 25 × 25 Fuß, also etwa 7,6 × 7,6 Meter – groß genug für die meisten Schlafzimmer. Die Brick-App für iPhone und Android ermittelt anhand der Bluetooth-Signalstärke, wie nah dein Smartphone ist.

Ein Brick Night kann von allen im Schlafzimmer genutzt werden. Jede Person verknüpft das Gerät mit der eigenen Brick-App und legt selbst fest, welche Apps, Modi und Zeitfenster gesperrt werden. Ein Paar muss sich also nicht auf eine gemeinsame Schlafenszeit für Instagram oder die Nachrichten einigen.

Bricks Argument für ein physisches Gerät statt einer Einstellung auf dem Smartphone ist klar: In den eigenen FAQ erklärt das Unternehmen, dass sich die Bildschirmzeit-Funktion auf dem iPhone und Digital Wellbeing auf Android leicht umgehen lassen – ein Tippen auf „skip“ genügt, und schon hat man wieder Zugriff. Auf der Produktseite verweist Brick auf eine in Frontiers in Psychiatry veröffentlichte Studie mit mehr als 45.000 Teilnehmenden. Ihr zufolge war jede zusätzliche Stunde Bildschirmzeit im Bett mit einem höheren Risiko für Symptome von Schlaflosigkeit und 24 Minuten weniger Schlaf pro Nacht verbunden.

Die Einschränkungen sind allerdings nicht von der Hand zu weisen. Die Bluetooth-Signalstärke liefert nur einen Schätzwert und bildet keine feste Grenze – deshalb muss der Bereich bei der Einrichtung kalibriert werden. Brick weist zudem darauf hin, dass er über ein einzelnes Zimmer hinausreichen kann. Brick Night verfügt außerdem nicht über NFC und kann daher weder die Tipp-zum-Sperren-Funktion des ursprünglichen Brick bieten noch diesen ersetzen. Wer beide Geräte möchte, zahlt zusammen 188 Dollar oder derzeit 169 Dollar im Aktionspaket. Gesperrt werden zudem nur die Apps, die du selbst auswählst. Ein Brick Night hindert dich nicht daran, zu einem nicht verbundenen Tablet zu greifen. Und die von Brick beworbene Zahlungsoption über HSA und FSA gilt ausschließlich in den Vereinigten Staaten.

Außerhalb der USA versendet Brick nach eigenen Angaben weltweit und verschickt Bestellungen aus lokalen Lagern in den Vereinigten Staaten, den Niederlanden für die Europäische Union, Australien und Kanada. In diesen Märkten sind Steuern und Abgaben bereits beim Bezahlvorgang enthalten. Käuferinnen und Käufer in Lateinamerika, den meisten Teilen Asiens und anderen Regionen müssen bei der Zustellung möglicherweise Einfuhrabgaben zahlen. Der Gerätepreis wird ausschließlich in US-Dollar angegeben; Preise in lokalen Währungen wurden nicht angekündigt.

Brick Night kam am Freitag, dem 23. Oktober, in den Verkauf – mit kostenlosem Versand und einer 30-tägigen Geld-zurück-Garantie. Das Smartphone kommt weiterhin mit ins Bett. Nur die Feeds bleiben vor der Tür.

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