Kino

Moonlight-Star André Holland verstärkt Joseph Kosinskis Miami Vice ’85 vor dem IMAX-Dreh

Der Darsteller aus The Knick stößt zu Michael B. Jordan und Austin Butler in Universals Neuauflage der Krimiserie, das Drehbuch schreibt Dan Gilroy
Martha Lucas
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Ein Studio-Reboot kann auf Kassenerfolg oder auf besondere erzählerische Tiefe hin besetzt werden. Universal hat mit Michael B. Jordan als Ricardo Tubbs und Austin Butler als Sonny Crockett bereits seine Zugpferde für „Miami Vice“; André Holland bringt zusätzliche Tiefe ins Ensemble. Der Schauspieler aus Barry Jenkins’ „Moonlight“ und Steven Soderberghs „The Knick“ ist zum Reboot von Joseph Kosinski gestoßen. Mit seiner Verpflichtung bestätigt sich, dass auch die Rollen rund um die beiden Hauptdarsteller mit Schauspielern besetzt werden, die eigenes Renommee bei der Kritik mitbringen.

Wie Deadline zuerst berichtete, ist Holland die jüngste Ergänzung der Besetzung, die das Branchenmagazin als Starensemble bezeichnet. Welche Rolle er übernimmt, wird geheim gehalten. Neben ihm wirken John Leguizamo, Walton Goggins, Alden Ehrenreich, Edi Gathegi, Danny Ramirez, Whitney Peak, Camila Morrone und Andrew Schulz mit. Drehbuchautor und Regisseur Dan Gilroy, der „Nightcrawler“ geschrieben und inszeniert hat, entwickelte sein Skript auf Grundlage des Pilotfilms und der ersten Staffel der ursprünglichen Fernsehserie, deren ausführender Produzent Michael Mann war. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei verdeckt ermittelnde Detectives.

Hollands Filmografie zeigt, warum er gut in das Ensemble passt. Neben „Moonlight“ verkörperte er in Ava DuVernays „Selma“ den Bürgerrechtler Andrew Young, arbeitete für das Basketball- und Wirtschaftdrama „High Flying Bird“ erneut mit Soderbergh zusammen und spielte an der Seite von Tessa Thompson und Ruth Negga in Rebecca Halls „Passing“. In „The Knick“ übernahm er die Rolle des Dr. Algernon Edwards, eines begabten schwarzen Chirurgen, der an einem New Yorker Krankenhaus um die Anerkennung kämpft – an der Wende zum 20. Jahrhundert. Der neue Film, der Glamour und Korruption im Miami der mittleren 1980er-Jahre beleuchtet, eröffnet ihm eine weitere historische Welt, diesmal im Rahmen einer großen Studio-Franchise.

Für Kosinski folgt das Projekt auf „Top Gun: Maverick“ und „F1“ – zwei Filme, die auf praktische Effekte und spektakuläre Bilder im Großformat setzten. Auch diesmal dreht er für IMAX. Zugleich kommt der Stoff nach Manns „Miami Vice“ mit Colin Farrell und Jamie Foxx zum zweiten Mal auf die Kinoleinwand. Mann verlegte die Geschichte damals in die Gegenwart. „Miami Vice ’85“ kehrt in das Jahrzehnt zurück, das die Serie zu einem popkulturellen Markenzeichen machte – und Universal stellt das Team entsprechend zusammen.

Die Dreharbeiten sollen im November beginnen; produziert wird in New York und Miami. Universal hat den Kinostart für den 19. Mai 2028 angesetzt, nachdem der Film zuvor für einen Termin im August 2027 vorgesehen war. Eric Warren Singer verfasste eine frühere Drehbuchfassung, bevor Gilroy das Projekt übernahm.

Nur wenige Wochen vor Drehbeginn umfasst das Ensemble nun elf namentlich bekannte Schauspieler – eine beachtliche Besetzung für eine Geschichte, deren Fernsehvorlage mit zwei Detectives, einem Ferrari und einer pastellfarbenen Jacke für sich warb.

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