Kino

Jane Fonda beruft sich auf Ted Turners CNN, um Starpower gegen die Paramount–Warner-Fusion zu lenken

Bei einem Konzert für den First Amendment in New York deutete die Schauspielerin die Studio-Konzentration zum Kampf um die Meinungsfreiheit um und verwies auf die General­staatsanwälte der Bundesstaaten
Veronica Loop

Hollywoods größte Namen haben die Streaming-Ära mit Streit über Gagen und KI verbracht; diese Woche tauchte ein anderer Kampf auf — darüber, wem die Nachrichten gehören. Jane Fonda, so lange Aktivistin, wie sie Filmstar ist, nutzte eine New Yorker Bühne, um die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery nicht als Wirtschafts-, sondern als First-Amendment-Geschichte zu deuten, und warnte, eine Handvoll konzentrierter Eigentümer würde dem Publikum “eine sehr ausgedünnte Art von Kultur” hinterlassen.

Wie Deadline zuerst berichtete, forderte Fonda das Publikum auf, “eine Petition zu unterschreiben, um euren General­staatsanwälten zu sagen, die Paramount-Warner-Brothers-Fusion zu blockieren”, und nannte den Deal “einen direkten Angriff auf die Meinungsfreiheit”. Ihr Anliegen ist persönlich: einst mit CNN-Gründer Ted Turner verheiratet, warnte sie, der Sender könne die Unabhängigkeit verlieren, die ihn ausmachte. “Ich habe einen persönlichen Anteil an CNN”, sagte sie. “Ich will nicht, dass es so endet”.

Die Äußerungen fielen bei “Rise Up, Sing Out: A Concert For The First Amendment”, veranstaltet vom Committee For The First Amendment — demselben Banner, das 1947 erstmals gegen die Hollywood-Schwarze-Liste erhoben wurde. Robert De Niro eröffnete, Julia Roberts, Bette Midler, Ayo Edebiri und Tessa Thompson liehen ihre Namen, und Patti Smith schloss mit “People Have The Power”. Das Line-up war darauf angelegt, Prominenz in politisches Gewicht zu verwandeln — zu einem Zeitpunkt, an dem die entscheidenden Beschlüsse in den Parlamenten der Bundesstaaten fallen, nicht auf roten Teppichen.

Was Fondas Intervention mehr als ein Soundbite macht, ist der Hebel, den sie wählte. Statt an die Bundesregulierer zu appellieren, lenkte sie das Publikum auf die General­staatsanwälte der Bundesstaaten — jenen Ort, an dem die Fusion am angreifbarsten ist. Sie deutet den Aktivismus der Stars zur gezielten Druckkampagne gegen genau die Amtsträger um, die einen Deal noch bremsen können, der CNN, Warners Filmbibliothek und Paramounts Sender unter ein Dach brächte.

Der Weg des Deals ist uneben. Das US-Justizministerium hat zugestimmt, doch die Freigaben in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich stehen aus, und der General­staatsanwalt Kaliforniens erwägt Berichten zufolge eine Klage. Genau dieses Flickwerk ist die Naht, die Fonda zu weiten versucht, indem sie eine regulatorische Formsache in eine öffentliche Sache verwandelt.

Es lag eine Symmetrie im Schauplatz: Die Schauspielerin, die durch Heirat zur Gründung von CNN gehörte, steht nun in einem Konzertsaal, der um den First Amendment herum gebaut ist, und wettet, dass eine Petition und ein Saal voller berühmter Stimmen eine Fusion, die Washington längst durchgewunken hat, noch biegen können.

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