Kino

Jason Momoa will einen Lobo-Film nur mit R-Rating, sonst gar nicht, und testet die Grenze des Gunn-Safran-DCU

Der Aquaman-Star sagt, er habe kein Interesse an einem PG-13-Spin-off, und macht die Altersfreigabe zum Preis seines Engagements für DCs neue Mythologie
Jun Satō

Das DC-Universum von Gunn und Safran hat sich als Mythologie mit reinem Tisch verkauft, doch sein erster echter Belastungstest könnte eher eine Frage des Tons als des Kanons sein — wie weit das neu gebaute Franchise einen Zugpferd-Star über die familientaugliche Komfortzone hinaus lässt. Jason Momoa, zurückgeholt ins Universum nicht als der einst gespielte Meereskönig, sondern als der chaosfreudige intergalaktische Söldner Lobo, hat diese Frage in ein Ultimatum verwandelt: ein R-Rating, oder nichts.

Momoa hat erklärt, er habe “kein Interesse” an einer PG-13-Fassung der Figur, und besteht darauf, den Film “nur mit R-Freigabe” zu drehen. Wie Deadline berichtete, hat der Schauspieler diese Bedingung bereits direkt an die DC-Studios-Co-Chefs James Gunn und Peter Safran herangetragen und damit einen Pressetour-Sager in eine Verhandlungsposition verwandelt. Ein eigenständiger Lobo-Film ist nicht grünes Licht erteilt worden; was existiert, ist ein Star, der eine Flagge setzt, bevor überhaupt ein Deal aufgesetzt ist.

Die Haltung liest sich als bewusster Bruch mit Momoas erstem DC-Leben. Als Arthur Curry trug er ein milliardenschweres Aquaman-Franchise, gebaut für das breitestmögliche Publikum; als Lobo setzt er auf das Gegenteil — ein maulfauler, hypergewalttätiger Kopfgeldjäger, dessen Comic-Reiz von seinem Exzess nicht zu trennen ist. Ein R-Rating ist weniger eine Marketing-Falte als ein Treuetest, die Grenze zwischen einem abgeschliffenen Cameo und der Figur, die Leser wirklich wiedererkennen.

Sie lotet auch aus, wie weit das neue Regime zu gehen bereit ist. Gunn und Safran haben das erwachsene Register im Fernsehen atmen lassen, wo die Serie Peacemaker ihre TV-MA-Lizenz voll ausreizte, doch ein R-bewerteter Kino-Tentpole ist die teurere Wette — sie tauscht Publikumsgröße gegen Glaubwürdigkeit. Momoa bittet die Architekten des DCU im Grunde, so früh in dessen Leben zu entscheiden, ob die Kinoseite Platz für dieselbe Kante hat.

Vorerst ruht der Hebel auf einer kleineren Bühne. Momoas Lobo wird in Supergirl: Woman of Tomorrow eingeführt, adaptiert aus Tom Kings Comic von 2022 und angeführt von Milly Alcock als Kara Zor-El, der am 26. Juni in den Kinos und in IMAX startet.

Ob aus dieser Einführung ein Franchise wird, könnte an einem einzigen Buchstaben auf einem Freigabezertifikat hängen — und an einem Star, der sagt, er gehe lieber, als ihn zu glätten.

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