KI

OpenAI bietet Washington 42 Milliarden Dollar, um ein Gesetz zur 50-Prozent-Besteuerung von KI abzuwenden

Adrian Kessler

OpenAI-CEO Sam Altman hat der Idee, dass die Öffentlichkeit am finanziellen Aufstieg der Künstlichen Intelligenz teilhaben sollte, eine konkrete Zahl gegeben: 42,6 Milliarden Dollar. So viel ist ein 5-Prozent-Anteil an OpenAI bei der aktuellen Unternehmensbewertung von 852 Milliarden Dollar wert. Altman schlägt vor, diesen Anteil direkt an die US-Regierung zu übertragen — über einen Staatsfonds nach dem Vorbild des Alaska Permanent Fund, der seit 1976 jährliche Erdöldividenden an die Bewohner des Bundesstaates auszahlt.

Der Vorschlag, zuerst von der Financial Times am 2. Juli gemeldet und von Bloomberg und CNBC bestätigt, geht auf Gespräche zwischen Altman und Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent zurück. Altman will, dass Anthropic, Google, Meta und xAI ebenfalls je 5 Prozent ihrer Anteile einbringen.

Senator Bernie Sanders hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der große KI-Unternehmen mit 50 Prozent besteuern würde. OpenAIs Angebot ist eine kalkulierte Alternative: lieber jetzt freiwillig Eigenkapital abgeben als später unter einem drastischeren Steuerregime leiden. Kein Konkurrenzunternehmen hat bislang zugestimmt. Die Gespräche gelten als „sehr frühzeitig“ und „konzeptuell“. Kongressbeschlüsse werden für den Herbst 2026 erwartet.

Für europäische Nutzer wirft der Vorschlag eine grundlegende Frage auf: ein amerikanischer Staatsfonds würde nur amerikanische Haushalte begnügen, nicht die Millionen von Nutzern in Deutschland und anderen EU-Ländern, deren Interaktionen diese Modelle trainiert haben.

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