Kino

Greta Gerwig knackt das Led-Zeppelin-Veto: „Stairway to Heaven“ im Trailer zu Das Wunder von Narnia

Robert Plant und Jimmy Page geben ihren am strengsten gehüteten Song frei – weil auch sie C. S. Lewis lieben
Martha Lucas
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Manche Songs werden lizenziert, eine Handvoll wird eisern bewacht. „Stairway to Heaven“ gehört seit Langem zur zweiten Gruppe – das Led-Zeppelin-Epos, um das Filmemacher immer wieder bitten und das die Band so konsequent verweigert, dass die Absage längst selbst zum Running Gag geworden ist. Dass ausgerechnet Greta Gerwig die Regisseurin ist, die den Song nun endlich auf die Leinwand bringt, im ersten Trailer zu ihrer Netflix-Verfilmung von C.S. Lewis’ Das Wunder von Narnia, sagt viel darüber, was sie der Reihe mitgibt: eine Lesart des Stoffes, in der die Urheber des Songs selbst eine Seelenverwandtschaft erkannten.

Wie Deadline berichtet, schilderte Gerwig den Deal in einer Fragerunde mit Stephen Colbert – und ihre Darstellung ist bemerkenswert persönlich. „Ich habe es ihnen gezeigt und mit ihnen gesprochen, mit Robert Plant und Jimmy Page, und ich war so gerührt, dass sie mir erlaubt haben, den Song zu verwenden“, sagte sie. Nach ihrer Schilderung stimmte die Band zu, „weil sie im Film das Herz der Geschichte gesehen haben und weil auch sie C.S. Lewis lieben und große Ehrfurcht vor seinem Werk haben“.

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Ihr Argument war ein inhaltliches. Gerwig nannte das Stück „einen epischen Song“, „eine Erzählung“ und einen Song „über eine spirituelle Reise“ – einen, der „den wahren Weg der Erleuchtung und Spiritualität“ dem gegenüberstellt, was sie den „Weg der falschen Götzen und der Irrwege, auf die man geraten kann“ nannte. Ihr Fazit war schlicht: „Das ist genau die Geschichte dieses Films.“ Das Wunder von Narnia ist Lewis’ Vorgeschichte, das Buch über die Entstehung Narnias, und seine Handlung dreht sich genau um einen solchen Irrweg: Zwei Kinder wecken eine Königin, die die Bevölkerung ihrer eigenen Stadt bereits ausgelöscht hat.

Die Liste der Abgewiesenen gehört zur Legende des Songs. Zu den gescheiterten Versuchen zählen eine Folge der Simpsons von 1995, Cameron Crowes Almost Famous – Fast berühmt aus dem Jahr 2000 und das Finale von Stranger Things im vergangenen Jahr, während sich Mike Myers 1992 in einer Szene aus Wayne’s World über die Schutzhaltung der Band lustig machte. Gerwig selbst brachte die Tragweite nüchtern auf den Punkt: „Aber diesen Song hatten sie für nichts freigegeben.“

Der Film selbst startet am 12. Februar 2027 in den IMAX-Kinos, bevor er am 2. April bei Netflix erscheint. Digory (David McKenna) und Polly (Beatrice Campbell) erkunden das Arbeitszimmer von Digorys Onkel Andrew (Daniel Craig) und landen in einem Wald voller Teiche, die in andere Welten führen; einer davon bringt sie in eine tote Stadt, wo sie deren Königin (Emma Mackey) erwecken und versehentlich auf London loslassen.

Jahrzehntelang antworteten Plant und Page Hollywood mit demselben Wort. Das erste Ja ging nicht an einen Rockfilm, sondern an einen Kinder-Fantasyfilm über die Geburt einer Welt – und das Publikum hörte es in einem Trailer.

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