Kino

Star Wars: „Spider-Man“-Regisseur Jon Watts soll die Skywalker-Saga mit neuer Trilogie fortsetzen

Simon Kinberg schreibt die Drehbücher, Daisy Ridley ist angeblich als Rey im Gespräch – grünes Licht von Disney fehlt noch
Jun Satō
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Seit das neunte Kapitel der Skywalker-Saga abgeschlossen ist, hat Lucasfilm seine Energie in die Randbereiche der Galaxis gelenkt: in Streamingserien, Ableger und eigenständige Abenteuer, die die Familie im Zentrum des Franchise nur selten berührten. Der nächste große Schritt führt zurück zu diesem Familiennamen – und als Regisseur soll ein Filmemacher übernehmen, dem Disney seine wertvollsten Figuren bereits anvertraut. Jon Watts, der Tom Hollands Spider-Man durch drei Filme führte und anschließend für Disney+ die Serie „Skeleton Crew“ mitentwickelte, steigt nun in die Saga ein, mit der alles begann.

Wie Deadline unter Berufung auf einen ersten Bericht von Knight Edge Media bestätigt, hat Lucasfilm Watts als Regisseur des ersten Films einer neuen Skywalker-Saga-Trilogie verpflichtet. Die Drehbücher stammen von Simon Kinberg, dem Autor und Produzenten zahlreicher „X-Men“-Filme, der auch bei „Dark Phoenix“ Regie führte und die Animationsserie „Star Wars Rebels“ mitentwickelte. Deadline zufolge arbeitet Kinberg bereits seit Jahren an der Trilogie. Außerdem soll Daisy Ridley für eine Rückkehr in ihrer Rolle als Rey im Gespräch sein.

Auf dem Papier bringt Watts die passenden Voraussetzungen mit. In seinen Spider-Man-Filmen nahm er sich einer Figur an, die das Publikum bereits aus zwei früheren Filmreihen kannte, und rückte den jugendlichen Helden und seinen Alltag im Viertel in den Mittelpunkt – während ringsum das Marvel-Universum immer größer wurde. „Spider-Man: No Way Home“ machte aus diesem Konzept einen der größten Kinohits der Pandemiezeit und spielte weltweit mehr als 1,9 Milliarden Dollar ein. „Skeleton Crew“, die Coming-of-Age-Serie über eine Gruppe Kinder, die sich in der Galaxis verirrt, entwickelte Watts gemeinsam mit Christopher Ford. Damit bewies er, dass er sich auf die eigene Erzählweise von Star Wars einlassen kann – und nicht bloß als Gast aus einem anderen Franchise kommt.

Kinbergs Drehbuch übernimmt derweil das wohl schwierigste Vermächtnis des Franchise. Die mit „Das Erwachen der Macht“ gestartete und mit „Die letzten Jedi“ fortgesetzte Sequel-Trilogie rückte Ridleys Rey ins Zentrum. Ihr Abschlussfilm „Der Aufstieg Skywalkers“ spaltete das Publikum mit der Art, wie er ihre Geschichte zu Ende führte. Jede neue Trilogie unter dem Banner der Skywalkers muss entscheiden, wie sie mit diesem Ende umgeht.

Offiziell ist das Projekt noch nicht. Laut Deadline soll es von der Muttergesellschaft Disney bislang keine Freigabe erhalten haben; Lucasfilm wollte sich nicht dazu äußern. Ein Starttermin steht noch nicht fest. Als nächster Star-Wars-Film ist Shawn Levys „Star Wars: Starfighter“ angekündigt, in dem Ryan Gosling die Hauptrolle spielt. Der Kinostart ist für den 28. Mai 2027 geplant.

Als die Saga zuletzt zu Ende ging, vergrub Rey, die sich als leibliche Palpatine herausgestellt hatte, auf Tatooine die Lichtschwerter von Luke und Leia und nannte sich fortan Rey Skywalker. Sollte Ridley zurückkehren, würde Watts eine Familiengeschichte fortführen, in der die Erbin den Namen selbst wählte, statt ihn zu erben.

Besetzung

Fotos: The Movie Database (TMDB)

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