Kino

Jason Clarke verleiht Amazon MGMs «Supermax» das Prestige-Gewicht, das Will Smiths Rückkehr braucht

Molly Se-kyung

Studios engagieren Jason Clarke nicht, um einen Film zu eröffnen; sie engagieren ihn, um einem Film Bedeutung zu verleihen. So liest sich die Verpflichtung des australischen Schauspielers für Supermax, den Action-Thriller, den Amazon MGM Studios und Miramax unter der Regie von David Gordon Green auf die Beine stellen, weniger wie eine Randnotiz im Casting als vielmehr wie ein Statement – ein Signal, dass das Projekt die Schwere eines prestigeträchtigen Dramas in einem Genre-Gewand anstrebt und nicht bloß eine weitere Star-Fahrzeuge.

Clarke ist der zweite Schauspieler, der innerhalb einer Woche für den Film verpflichtet wurde, nach Jaafar Jackson, dem Durchstarter von Lionsgates Michael. Beide stoßen zu einer Besetzung, die bereits von Will Smith und AnnaSophia Robb, dem Star aus Rebel Ridge, angeführt wird. Wie Deadline zuerst berichtete, wird Clarkes Rolle noch geheim gehalten – eine Diskretion, die bereits auf eine Rolle mit einer überraschenden Wendung hindeutet, und nicht auf die austauschbare Autoritätsfigur, die jemand mit seinem Lebenslauf mal eben so herunterspielen könnte.

Die Prämisse gibt ihm Raum. Geschrieben von David Weil und David J. Rosen – dem Duo hinter Hunters und Invasion – wirft Supermax Smiths Detektiv und Robbs jüngere Partnerin in eines der sichersten Gefängnisse der Welt, um einen Mord aufzuklären – eine abgeschlossene Welt, die von der Bedrohlichkeit des Nebendarsteller-Ensembles lebt oder fällt. Green, der das letzte Jahrzehnt zwischen Studio-Horror (Halloween) und leisen Charakterstudien pendelte, ist genau der richtige Filmemacher für Textur statt Spektakel.

Das ist Clarkes Register. Er spielte Ted Kennedy in Chappaquiddick, Jerry West in HBOs Winning Time und den Staatsanwalt, der Cillian Murphy in Oppenheimer in die Enge trieb; davor kamen Zero Dark Thirty, Mudbound und Everest. Er ist der seltene Typ Schauspieler, dessen bloße Anwesenheit dem Publikum signalisiert, dass die Filmemacher es ernst meinen – ohne jemals selbst im Rampenlicht stehen zu müssen.

Für Smith ist Supermax die Art von kraftvollem, erwachsenem Thriller, der dazu geschaffen ist, eine Kinokarriere neu zu justieren, die sich nach den letzten Jahren noch im Umbruch befindet; für Amazon MGM und ein wiederbelebtes Miramax ist es ein Test, ob die Studios ein Ensemble zusammenstellen können, das als Ereignis wahrgenommen wird. Eine Bank so tief zu bestücken, einen Prestige-Namen nach dem anderen – das ist der Weg, diesen Fall zu führen: leise, bevor auch nur eine einzige Einstellung gedreht ist.

Schlagwörter: , , , , ,

Diskussion

Es gibt 0 Kommentare.