Kino

Clayface startet weltweit mit 43 Millionen Dollar und beschert Paramount-Warner Bros den zweiten Sieg in Folge

Der Body-Horror-Film von DC bleibt unter den erhofften 45 Millionen, doch bei 44 Millionen Nettokosten und Publikumsnote A- geht die kleinere Wette auf
Jun Satō
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Fast ein ganzes Jahrzehnt lang wurde jeder DC-Film am Milliardenmaßstab des Superheldenbooms gemessen. Clayface war von Anfang an auf einen anderen Maßstab ausgelegt: ein Body-Horrorfilm über einen Batman-Schurken aus der zweiten Reihe, gedreht für einen Bruchteil des Budgets eines großen Blockbusters und beworben mit Szenen, bei denen das Publikum durch die Finger schaut. Das Startwochenende deutet darauf hin, dass die kleinere Wette aufgeht – und beschert dem frisch fusionierten Paramount-Warner Bros. den zweiten weltweiten Boxoffice-Sieg in Folge.

Wie Deadline berichtet, blieb der Film von James Watkins, nach einem Drehbuch von Mike Flanagan und Hossein Amini, weltweit knapp unter dem Ziel des Studios, schnitt gemessen an den Produktionskosten aber komfortabel ab. Auch die Publikumsbewertungen fielen für einen Horrorfilm ungewöhnlich stark aus. Die DC-Studios-Chefs James Gunn und Peter Safran sollen sich beim ersten Ansehen des Films das Gesicht bedeckt haben. Deadline zufolge ist es gerade dessen Ekelpotenzial, auf das Fans und Kinogänger ansprechen.

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Der weltweite Start brachte 43 Millionen Dollar ein. Damit blieb der Film unter den 45 Millionen Dollar, auf die das Studio gehofft hatte, legte für einen Film mit Nettoproduktionskosten von 44 Millionen Dollar vor Ausgaben für Kopien und Werbung aber einen soliden Auftakt hin. In Nordamerika kamen 24 Millionen Dollar zusammen – genug für Platz eins. Weitere 19 Millionen Dollar stammten aus 76 internationalen Märkten. Mit der Publikumsnote A- gehört der Film zu einem kleinen Kreis von Horrortiteln mit derselben Bewertung, darunter Get Out, Weapons und Obsession.

Der naheliegendste Vergleich ist Other Mommy von Universal und Blumhouse Atomic Monster, der einige Wochen zuvor in 50 Märkten weltweit 45,6 Millionen Dollar zum Start eingespielt hatte. Clayface legte im Ausland mit 19 Millionen Dollar gegenüber 17,8 Millionen Dollar etwas stärker los und erreichte oder übertraf Other Mommy im Vereinigten Königreich (2,6 Millionen Dollar), in Australien, Frankreich und Brasilien. In Mexiko, Italien und Spanien blieb der Film dagegen zurück. In Deutschland spielte er zudem 593.000 Dollar und in Südkorea 589.000 Dollar ein – zwei Märkte, in denen Other Mommy noch nicht gestartet ist.

Auch Platz zwei geht an das fusionierte Studio. Street Fighter von Legendary und Capcom, das am Wochenende zuvor in Nordamerika an der Spitze gelegen hatte, spielte in seiner zweiten Woche weltweit weitere 16,8 Millionen Dollar ein und kommt damit bislang auf insgesamt 76,3 Millionen Dollar – trotz eines Rückgangs von 72 Prozent auf dem heimischen Markt. Das ist ein nützliches Doppel für die Filmchefs von Skydance, Dana Goldberg und Josh Greenstein: Sie haben das Warner-Bros.-Programm nach dem Abgang von Michael De Luca und Pamela Abdy übernommen.

Deadline fragte, ob Disney Grund zur Sorge habe; die nähere Konkurrenz ist kleiner. You Can See Everything von A24, der dreistündige Dokumentarfilm von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, kam in Nordamerika mit knapp 20 Millionen Dollar auf Platz zwei und könnte am ruhigeren Halloween-Wochenende die Spitze übernehmen. In Australien startet der Film am 12. November, im Vereinigten Königreich am 20. November; Sony übernimmt den Vertrieb in den meisten internationalen Märkten. Deadline hat erfahren, dass Palace Cinemas in Australien den bisherigen Vorverkaufsrekord für einen einzelnen Tag bereits verdoppelt hat. Aufgestellt hatte ihn Taylor Swift: The Eras Tour.

Deadline erwartet, dass The Cat in the Hat von Warner Bros. Animation das fusionierte Studio am ersten Novemberwochenende wieder auf Platz eins bringen wird. Sollte das gelingen, wäre dieser Lauf mit einem Videospiel-Prügler, einem DC-Body-Horrorfilm und einer Katze von Dr. Seuss zustande gekommen – drei Wetten, die abgesehen vom Logo auf ihrem gemeinsamen Startprogramm nichts miteinander zu tun haben.

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