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Sabalenka und Djokovic führen das Mixed der US Open an – warum die Weltranglistenerste diese Bühne wollte

Jack T. Taylor

Aryna Sabalenka brauchte keinen weiteren Grund, um in Flushing Meadows beachtet zu werden. Sie ist die Frau, die alle anderen im Feld jagen, der Name an der Spitze des Einzelfelds, die Titelverteidigerin, die alles verteidigt, was sie bei diesem Turnier aufgebaut hat. Und doch, als die US Open die Tür zu ihrem neu erfundenen Mixed-Doppel öffneten, ging sie direkt hindurch – und brachte den titelreichsten Mann des Sports mit.

Das ist der verräterische Hinweis. Eine Spielerin, die ein Vermächtnis schützt, hortet ihre Energie; sie verengt ihre Welt auf eine Trophäe und lehnt jede Ablenkung ab. Sabalenka tat das Gegenteil. Sie blickte auf eine bereits erwartungsvolle vierzehntägige Turnierdauer und entschied, dass sie mehr Platz, mehr Lärm, mehr vom größten Raum im Tennis wollte – nicht weniger. Die Partnerschaft mit Novak Djokovic ist die Schlagzeile. Der Appetit dahinter ist die Geschichte.

Das Paar führt die Liste der Teams an, die für die neu gestaltete Meisterschaft gemeldet wurden, ein Event, das die US Open zu einer star-getriebenen Show umgebaut haben, die am Rande des Einzelfelds stattfindet. Die Teilnahme wird durch die kombinierte Einzelrangliste bestimmt, und es gibt keine Kombination auf dem Planeten, die die Nummer 1 der Welt neben einem 24-fachen Grand-Slam-Champion übertrifft. Um sie herum steht ein Feld voller klangvoller Namen – Iga Swiatek mit Casper Ruud, Elena Rybakina mit Taylor Fritz, Naomi Osaka mit Kei Nishikori, Jessica Pegula mit Jack Draper.

Ganz oben auf dieser Liste zu stehen ist jedoch nicht dasselbe wie als Favorit zu gelten, und Sabalenka kennt den Unterschied besser als die meisten. Das Format setzt die größten Namen an die Spitze nach Rang und Ruhm, nicht nach Doppelkönnen – und im letzten Jahr gewann das Können. Sara Errani und Andrea Vavassori, Spezialisten, die am Netz leben, holten den Titel gegen Swiatek und Ruud. Das ist die Lektion des Neustarts: Die Stars können eingeholt werden. Eine großartige Einzelrangliste kauft einem die oberste Zeile der Meldeliste. Sie kauft einem nicht die Reflexe und Winkel, die über ein Gedränge am Netz entscheiden.

Was das Team Sabalenka–Djokovic so faszinierend macht, ist, dass es zwei Versionen derselben Eigenschaft vereint. Sie ist die furchtloseste Ballschlägerin im Frauenspiel, eine Spielerin, die Druck beantwortet, indem sie hindurchschlägt, statt drumherum. Er hat eine Karriere damit verbracht, Matches seinem Willen zu beugen, lange nachdem sie verloren schienen. Setzt man zwei Frontrunner auf eine Seite des Netzes, erhält man Feuerkraft; ob man auch die Geduld und die weichen Hände bekommt, die das Format belohnt, ist die Frage, die das Turnier zu stellen existiert.

Die US Open haben das Event umgestaltet, um genau das anzuziehen – Menschenmengen, Kameras und Einzelstars, die das Grundlinienspiel gegen ein Wochenende voller Theater eintauschen, mit einem siebenstelligen Hauptpreis und, im letzten Jahr, einem fast ausverkauften Arthur Ashe. Nicht alle machten mit. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz traten nur im Einzel an; Coco Gauff verzichtete. Sabalenkas Ja liest sich vor diesem Hintergrund als Aussage darüber, wie sie sich selbst sieht: nicht als eine Championesse, die eine Führung verteidigt, sondern als eine Wettkämpferin, die den Ball in den größten Momenten haben will, die sie finden kann.

Das Einzel bleibt der Preis, der sie definieren würde. Keine Frau hat seit Serena Williams drei aufeinanderfolgende Titel bei diesem Turnier gewonnen, und das ist die Mission; das Mixed-Doppel ist die Verzierung. Die beiden bestplatzierten Teams und eine Handvoll Wildcards füllen den kompakten Tableau aus, eine kurze Qualifikationsrunde vervollständigt es. Die Matches sind angepasst – verkürzte Sätze, ein Match-Tiebreak anstelle eines dritten – ein Design, das für Stars gemacht ist, die sich für einen Einzeltitel aufsparen müssen.

Wenn sie gewinnt, steckt Sabalenka eine Trophäe ein, die niemand von ihr verlangt hat zu jagen. Wenn sie früh ausscheidet, verliert sie nichts, was zählt. Diese Asymmetrie ist der springende Punkt – und trotzdem danach zu greifen, mitten in der größten Aufgabe ihres Kalenders, ist genau der Zug, den eine so selbstsichere Spielerin macht, ohne mit der Wimper zu zucken.

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